Google Adwords Optimierung: Die Grundlagen

On 28. November 2011, in Google Adwords, by Olaf Kopp
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adwords Optimierung erfolg bildImmer wieder stoße ich bei unseren Adwords Kunden und bei den Teilnehmern unserer Adwords Workshops auf eine gewisse Unbedarftheit was den Aufwand für die Optimierung ihrer Adwords Kampagnen betrifft. Vielen ist nicht bewusst, was oft für ein großer Aufwand zur Betreuung und Optmierung von Adwords Kampagnen notwendig ist. Da hört man dann immer noch Äußerungen, wie “Das machen wir so nebenbei” oder die Überraschung über die Komplexität des Themas Adwords ist groß.

Adwords, die “Never Ending Love Story” oder “Man lernt nie aus!

Auch das Empfinden über die eigenen Kenntnisse betreffend Google Adwords ist zuerst einmal subjektiv. Selbst wir als auf Adwords Management spezialisierte Agentur, die sich tagtäglich mit der Adwords Optimierung beschäftigt lernen stetig dazu und testen permanent neue Strategien um die Adwords Kampagnen Performance unserer Kunden zu verbessern. Adwords Optimierung ist eine “Never Ending Love Story” und es bedarf jahrelanger intensiver Weiterentwicklung um das komplexe System Adwords komplett zu verstehen. Zudem sorgt Google dafür, dass die Adwords Benutzeroberfläche immer mit neue Reportingmöglichkeiten und Funktionen erweitert wird, mit dennen man sich immer wieder neu beschäftigen muss.

Insbesondere die Adwords Optimierung, nicht das Set Up macht den größten und langwierigsten Teil erfolgreicher Adwords Kampagnen aus.

Das Adwords Interface wird von Google stetig erweitert und hat inzwischen eine Komplexität erreicht, die für Laien nicht mehr zu überschauen ist.  Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Adwords Konto ist unabdingbar. Eine Vielzahl an Stellschrauben stehen für die Optimierung bereit und
das Thema Adwords Optimierung füllt ganze Bücher. Nachfolgend eine kurze Zusmamenfassung der Optimierungs-Basics aus unserer täglichen Arbeit als Adwords Agentur zur Performance Verbesserung.  In den kommenden Wochen  werde ich auf die wesentlichen Adwords Optimierungsschritte von Adwords Kampagnen in der Google Suche eingehen. Da eine ausführliche Erläuterung des Themas ganze Bücher füllt und den Rahmen sprengen würde, kann ich die einzelnen Opimierungsmöglichkeiten hier nur ansprechen.

Adwords Optimierungsziele

Ziel jederAdwords Optimierung sollte die optimale Ausnutzung des eingesetzten Klickbudgets je nach Geschäftsmodell in Bezug auf relevante Kennziffern wie CPC, Conversionrate, Conversionkosten, ROAS oder ROI sein. Für Optmierungsentscheidungen sollte immer eine valide Datenbasis als Grundlage haben. Insbesondere Online Shops generieren meist relativ schnell eine valide Datenbasis als Grundlage für Optimierungsmaßnahmen.
Man sollte sich immer seine Ziele vor Augen halten und dementsprechend optimieren. Sind die Ziele klare Conversions, was bei dem Einsatz von Adwords zumindest in der Google Suche am Sinnvolsten ist, sollte man nicht auf Klicks sondern auf Conversion-Kennzahlen hinoptimieren.

Das Argument dies gelte nur für Online Shops bzw. andere abverkaufsorientierte Geschäftsmodelle lasse ich hierbei nicht gelten, da es inzwischen auch schon Möglichkeiten gibt Offline Kanäle wie z.B. Telefonkontakte in das Tracking einzubeziehen.

 

Der Adwords Optimierungszyklus

Die Optimierung eines Adwords Kontos ist ein forlaufender Prozess, der je nach Konto Größe so gut wie nie zu Ende ist.
Die beiden Hautpaufgabengebiete sind das Bid Management und die Verbesserung des Adwords Qualitätsfaktors.  Dabei durchläuft man
regelmässig einenOptimierungszyklus mit folgenden Tätigkeiten:

  1. Optimierung der Kontostruktur
  2. Optimierung der Anzeigentexte
  3. Optimierung der CPCs auf  Keywordebene
  4. Optimierung des Keyword Pools

Hauptziele dieser regelmäßig durchzuführenden Optimierungsschritte sind die Minimierung der Klickpreise durch Verbesserung des Qualitätfaktors und Verbesserung der Klicks und damit des generierten Traffics. Die Reichweitenaspekte wie im klasssichen Marketing sind bei Kampagnen in Google Suche i.d.R. nicht von Relevanz, da Branding Aspekte über die Textanzeigen nur bedingt möglich sind. Dafür sind besser die Display oder Video Ads im DisplayNetzwerk geeignet. Es geht darum convertirenden Traffic so günstig wie möglich einzukaufen.

Neben den oben genannten regelmässig auszuführenden Optimierungschritten, bieten die Kampagneneinstellungen zusätzliche Optmierungsmöglichkeiten.

Optimierung der Kampagneneinstellungen

Bereits beim Aufsetzen einer Adwords Kampagne kann man die ersten Grundlagen für eine erfolgreiche Google Adwords Optimierung legen um unnötige Budgetverschwendung zu vermeiden. Dass man die richtige Zielregion und Sprache auswählen muss setze ich als selbstverständlich voraus.

Werbenetzwerke und Empfänger

Hier hat Google als Default Einstellung das Display Netzwerk aktiviert. Kampagnen im Such- & Werbenetzwerk sollten getrenntvon Display Netzwerk Kampagnen aufgesetzt werden. Deswegen Haken raus beim Display Netzwerk für Kampagnen in der Google Suche, sonst kann es ineffizient und teuer werden.

Das Tagesbudget

Das Tagesbudget sollte nicht zu niedrig angesetzt werden, da sonst eventuell zu den performantesten Tageszeiten das Budget schon aufgebraucht ist. Die performantesten Tageszeiten stellt man am Besten z.B. über Trackingsysteme wie z.B. Analytics fest.  Zu empfehlen ist dabei sich nicht unbedingt auf die allgemeinen Conversionzeiten der Website zu verlassen, sondern speziell die Conversionzeiten der Adwords Kampagnen in die Auswertung einzubeziehen. Dabei ist wie immer bei Optimierungsentscheidungen auf eine zugrundeliegende statistisch valide Datenbasis zu achten. Ich denke ab ca. 100 Conversions lässt sich unter Berücksichtigung von saisonalen Schwankungen eine valide Aussage diesbezüglich treffen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen lässt sich nun das Budget auf die Tageszeiten in der Anzeigenplanung ausrichten.

Standorte hinzufügen

Bei diesem Punkt lassen sich den Textanzeigen eine weitere Zeile mit Ortsangaben hinzufügen. Insbeosndere wenn man mehrere Filialen in verschiedenen Städten besitzt eine zu empfehlende Einstellung, um mögliche Cross Chanel Effekte zu fördern. Nützt aber teilweise auch um sich von den konkurrierenden Anzeigentexten abzuheben.

Die Anzeigenauslieferung

Zudem sollte man Kampagnen in der Google Suche bzw. den Werbe- und Suchnetzwerk von Kampagnen im Display Netzwerk trennen. Da das Splittesting von Anzeigen ein wichtiger Performance Hebel zur Optimierung von Adwords Kampagnen ist, sollte man Weiter unten bei den Kampagneneinstellungen die als standard eingestellte leistungsabhängige Anzeigenauslieferung auf leistungsunabhängig umstellen um valide Ergebnisse für die Analyse zu bekommen.

Budgetverteilung nach Zeit mit dem Anzeigenplaner

Mit Hilfe des Anzeigenplaners, lässt sich sich das Budget gezielt auf einzelne Wochentage und Tageszeiten ausrichten. So ist es möglich Kampagnen zu bestimmten Tageszeiten und Wochentage ganz zu pausieren oder die Gebote prozentual zu steigern oder zu vermindern. Aufgrund von Vermutungen aus dem Bauch heraus sollte man diese Funktion allerdings nicht nutzen, sondern über einen Testlauf, der genügend Daten generiert die Vermutung mit Zahlen belegen.

 

Nutzung der Keyword Optionen

Die Keyword Optionen sind zusammen mit einer themenorientierten Kampagnenstruktur der Grundstein für die Kontrollierbarkeit des eingesetzten Budgets. Keywords in Broad Match können nie 100% kontrolliert werden und sorgen erst nach der Ergänzung von ausreichend negativen Keywords zu einer zielgerichteten Ausrichtung. Kampagnen sollten deswegen in erster Linie aus Keywords mit besser kontrollierbaren Keyword Optionen bestehen. Es sei denn, man hat Kampagnen nur für die Keyword Recherche angelegt.

Adwords Optimierung der Kontostruktur

Die Kontostruktur trägt entscheidend zur verbesserten Übersicht und Verbesserung der Kontostruktur bei. Große Adwords Konten bzw. Kampagnen mit tausenden von Keywords lassen sich somit besser überblicken, genauer steuern und besser auf die Suchanfragen der potentiellen Kunden ausrichten. Hierbei geht man am Besten nach der von Perry Marshall benannten Peel & Stick Methode vor. Dabei granuliert man performante Keywords oder thematische Keyword Cluster in sehr spezielle auf die jeweilige Suchanfrage ausgerichtet Anzeigengruppen mit darauf abgestimmten Anzeigentexten. Dadurch lässt sich die Performance von einzelnen Keywords bzw. Keyword Clustern besser messen und optimieren. Zudem lassen sich die Anzeigentexte perfekt auf die jeweilige Suchanfrage ausrichten.

Einen ausfürhlichen Beitrag zur AdWords Optimierung über die Kontostruktur habe ich  auf ecommerce-lounge.de und t3n.de veröffentlicht.

Optimierung auf Keywordebene

Bei den Keywords ist es wichtig die performanten Keywords hinsichtlich der Optimierungsziele herauszufinden. Der Fokus sollte erst einmal auf die wichtigsten Keywords gelegt werden. Wichtig sind Keywords, die zu Conversions führen und zudem sollte man sich die Kwywords mit hohen Suchvolumen genauer ansehen. Sind Sie relevant? Wenn ja per Peel&Stick ab in eine eigene Anzeigengruppe und unter bestmöglicher Abstimmung mit den Anzeigentexten testen. Bei der AdWords Optimierung durch Bid Management sollte man Keywords die Conversions bringen mit höheren CPCs fördern und
Budgetfresser elimieren. Beim Eleminieren sollte man darauf achten, dass man valide Daten für seine Entscheidung vorliegen hat. Ein Keyword bereits nach 10 erfolglosen Klicks zu löschen halte ich für gefährlich. In Abhängigkeit von der maximalen Cost per Conversion und einer angemessenen Aussagekraft der Daten (z.B. 50 Klicks) sollte man eine Eliminierungs Entscheidung treffen.

Ein Muss ist der Einsatz der Keyword Optionen Weitgehend (broad), Wortgruppe (Phrase), Exact (Genau passend) und Negative. Mit Broad Match Keywords sollte man sparsam umgehen und sie ggf. in eine eigene Anzeigengruppe platzieren. Sie dienen in erster Linie dazu Suchanfragen herauszufinden, die man noch nicht in seinem Keyword Portfolio berücksichtigt hat. Generell kann man sagen, dass man den Einsatz von Phrase und Exact Matches fokussieren sollte, da man hierbei genauere Kontrolle darüber bei welcher Suchanfrage die Anzeigen ausgeliefert werden.

Arbeitet man mit Broad Matches sollte man unbedingt zusätzlich mit Negative Keywords arbeiten. Hierbei sollte man regelmässig die Suchanfragenberichte durchsehen, um Keywords zu entdecken, die keine Relevanz haben und die unnötige Impressionen generieren. Einen kleinen ab dennoch ärgerlichen Schönheitsfehler hat der Suchanfragenbericht allerdings. Es werden nur die Suchanfragen gelistet, die auch Klicks generiert haben. So kann kann man nicht alle Suchanfragen sehen, die zu Impressionen geführt haben. Ich hoffe Google wird das in Zukunft noch ergänzen.

Adwords Optimierung der Anzeigentexte

Die Anzeige selber ist ein sehr Wichtiger Faktor zu Beeinflussung des CTRs also auch des Qualitätsfaktors. Man sollte immer versuchen das Keyword in der Headline, Anzeigentext und/oder der Display URL unterzubekommen, da dieses wenn es Teil der Suchanfrage selber ist. Ausnahme ist wenn alle Wettbewerber das Keyword z.B. per Dynamic Keyword Insertion in der Headline haben. Dann lohnt es sich eventuell sich abzuheben und dies nicht zu tun. Durch Zahlen, Satzzeichen und Sonderzeichen kann man sich oft auch von den Anzeigen des Wettbewerbs abheben und im Vergleich die CTR verbessern.
Natürlich muss man sich hierbei an die Google Adwords Richtlinien halten.

 

Weitere Infos zur AdWords Optimierung

Weiterführende Tipps zur AdWords Optimierung findet man hier im SEM Deutschland Blog und auf den folgenden Seiten un Büchern:

 

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2 Responses to “Google Adwords Optimierung: Die Grundlagen”

  1. semseoguy sagt:

    @Olaf

    gut zusammengefasste Basics :-) Eine Anmerkung habe ich jedoch, um evtl. Missverständnisse (Laien) zu vermeiden, das Content-Netzwerk nennt sich seit geraumer Zeit Display-Netzwerk.

  2. Olaf Kopp sagt:

    ist geändert… hatte einige Beiträge vom vom letzten Jahr zusammengefasst und ergänzt und vergessen zu aktualisieren. Da hieß es noch Content Netzwerk.

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