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Recap: OMK 2016 in Lüneburg

13.Oktober 2016 - (Online-)Marketing - Carolin

Zum 5. Mal fand die Online Marketing Konferenz in Lüneburg statt. Zu viert fuhren wir in die Salzstadt, um in den Hörsälen Platz zu nehmen. Orientierungsmaterial erhielten wir im Hörsaalgang, dann ging es auch schon los mit den Vorlesungen, äh Vorträgen der Speaker 😉

omk2016

Programmatic Creativity – Concept und Best-Practices – Oliver Busch

Wir kennen es alle: Ob auf dem Weg zur Arbeit, Zuhause auf dem Sofa oder bei gemeinsamen Unternehmungen mit Freunden – Online- und Offline-Medien sind unsere ständigen Begleiter. Die große Kunst besteht für Marketing Manager also darin, sich mit der eigenen Werbekampagne von der schier unfassbaren Masse an Werbebotschaften, die uns Tag für Tag erreichen, abzuheben.

Wie genau das funktionieren soll, erklärt Oliver Busch, Head of Agency bei Facebook, in der Eröffnungs-Keynote der OMK 2016.OMK-2016 Aufgesang Team So sei es zum einen wichtig, seine Zielgruppe anhand von Daten genau zu analysieren und zu segmentieren. Zum anderen müssten im Anschluss an die Datenerhebungs- und Strukturierungsphase jedoch auch kreative und personalisierte Werbekonzepte erarbeitet werden, die für den Nutzer relevant sind und ihn passend zum jeweiligen Touchpoint ansprechen.

Eine einfache Remarketing-Kampagne mit nichtssagenden und billig gestalteten „Kaufen-Kaufen-Bannern“ verfehle dieses Ziel meilenweit. Als gute Beispiele für smarte und relevante Werbung hebt Oliver Busch eine Kampagne von Zalando und seinem neuen Partner Top Shop hervor: Über 60.000 Städte wurden mit der gezielten Werbebotschaft „Top Shop macht jetzt auch in deiner Stadt auf“ angesprochen.

Eine gute Werbekampagne entlang der Customer Journey hat auch Bon Prix an den Start gebracht. So wurden Werbebanner mit Produktanzeigen nicht mehr wahllos im Netz gestreut. Stattdessen hat Bon Prix Personen ohne direkten Markenkontakt mit gezielten Branding-Kampagnen angesprochen und ist erst im Anschluss in die Produktwerbungs-Phase übergegangen.

OMK-2016: Facebook Personas

Besonderen Eindruck hinterließ auch die Vorstellung der sogenannten Facebook Clusteranalyse: Facebook hat die Möglichkeit alle seine Daten zu aggregieren und unterschiedlichste Milieus herauszubilden. Die einzelnen Cluster können im Anschluss wieder mit personalisierten und für sie relevanten Werbebotschaften erreicht werden. Was alles mit derart ganzheitlichen Zielgruppen möglich ist, wurde anhand von Tchibo- und OBI-Werbespots eindrucksvoll aufgezeigt.

So richtig relevant ist das Tool für den deutschen Markt allerdings noch nicht, da es sich um eine Beta-Version handelt, die aktuell ausschließlich Großkunden vorbehalten ist.

Als übergeordnetes Fazit bleibt dennoch zurück: Unspezifische Werbebotschaften, die via Gießkannenprinzip über die breite Masse gegossen werden, sind veraltet. Viel wichtiger ist es, detailliert segmentierte und geclusterte Kundendaten mit individuellen, kreativen und innovativen Werbebotschaften zu verschmelzen.

SEO Standards erfolgreich neu gedacht – Anke Probst

Wer sich in froher Erwartung auf neueste SEO-Insights und praktische Handlungstipps in die Session von Anke Probst gesetzt hat, wurde schnell eines Besseren belehrt: So ging es im Vortrag der Senior SEO Managerin von Xing weniger um ausführlich dargestellte How-To’s, sondern darum, SEO aus einer neuen Perspektive zu denken.

OMK-2016: Hörsaal Leuphana Universität

Zu Beginn Ihres Vortrags berichtet Anke von Ihrer aktuellen Tätigkeit als Inhouse SEO und von zwei grundlegende Phänomenen, die sie dauerhaft bei ihrer Arbeit begleiten: mangelnde Ressourcen und eine unrealistische Erwartungshaltung ihrer Vorgesetzten. Wie sie beiden Herausforderungen während ihrer täglichen Arbeit gerecht werden kann, hat sie an zwei konkreten Problemen aus der Praxis erläutert. Diese ließen sich teilweise bereits mit klassischem SEO-Know-how beheben (weggebrochener Traffic in der Bildersuche durch fehlende Redirects in den URLs, Crawlingprobleme bei einzelnen Xing-User-Profilen).

Doch ursprünglich gelerntes Wissen anzuwenden und Probleme Mithilfe von Standardlösungen aus der Welt zu schaffen, ist Anke nicht genug. Stattdessen steht auch der Blick über den Tellerrand des SEO-Universums und eine ganzheitliche Betrachtung von Problemen im Fokus. Dazu gehört auch ein Austausch mit anderen Abteilungen, der neue relevante Details für SEO-Analysen ans Licht bringen kann und einen Perspektivwechsel erst möglich macht.

Während beispielsweise zunächst nur der weggebrochene Traffic in punkto Bildersuche relevant erschien, kam durch Gespräche mit anderen Kollegen heraus, dass auch Scraper (klauen Profilbilder) oder der allgemeine Umgang mit unterschiedlichen Formaten der Bilder Probleme machen.

An all diese Herausforderungen angelehnt, lassen sich ganzheitliche Lösungen entwickeln und so mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Es werden zum einen unterschiedliche Probleme gleichzeitig gelöst und somit Ressourcen an anderer Stelle eingespart (sehr gut für den Chef). Zum anderen bietet ein neuer Lösungsansatz die einmalige Gelegenheit, sich von den Standardlösungen der Konkurrenz abzuheben und einen eigenen Vorteil zu erarbeiten.

Im Laufe Ihres Vortrags erwähnt Anke Probst auch immer wieder Tools (Driver Tree, Auftragsklärungstool von Xing), die helfen können, fachfremden Vorgesetzten und Entscheidern, die eigene Arbeit näher zu bringen und genau festzulegen, welcher Outcome mit welchen Maßnahmen erzielt werden soll. Unrealistische Erwartungshaltungen können auf diese Weise bereits im Vorfeld eines Projekts ausgehebelt werden.

Das abschließende Fazit lautet: Weg vom Top-Down-SEO-Standardrepertoire und hin zu ganzheitlichen, abteilungsübergreifenden Lösungsansätzen, die SEO-Probleme bottom up an der Wurzel packen können.

Jens Fauldrath: Von der Suche zur Conversion: Listenseiten im E-Commerce und noch etwas mehr…

Jens Fauldrah – ihn live zu sehen ist fast noch besser als ihn „nur“ zu hören ;-): ein spannender Vortrag zum Thema E-Commerce und die SEOs (die sich ständig neue eigene Begriffe ausdenken und das mit den Tabs lieber lassen sollten).
Der Vortrag fasste grundsätzlich relevante Themen für SEOs zusammen. Dies ist aus meiner Sicht nicht zu unterschätzen, auch wenn viele Aspekte zunächst „logisch“ erscheinen. Sich stets bewusst zu machen, dass Suchmaschinenoptimierer für Menschen Webseiten bauen, um die Auffindbarkeit dieser sowie die Nutzbarkeit von Informationen zu unterstützen, kann vor lauter Algorithmen leicht vergessen werden.
Ein paar Takeaways möchte ich hier noch einmal festhalten:

Relevante Kennzahlen für den Bereich E-Commerce:

  • Weniger in Traffic und Ranking denkenJens Fauldrath
  • Das Nachdenken über Umsätze sollte im Fokus stehen

Dazu gehört natürlich, dass die Produkte an den Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet werden sollten, der SEO Traffic sollte zur Conversion führen.

In 3 Phasen unterteilt Jens Fauldrah den E-Commerce Traffic:

  • Problem aware (Der Fernseher ist kaputt, ich brauche einen neuen, der bezahlbar ist)
  • Solution aware (Ich suche einen Fernseher, der möglichst dünn ist und internetfähig)
  • Product aware (wahrscheinlich möchte ich den Fernseher xy, der Marke xy)

Klassifikationen für einen Online Shop / Filter bzw. Sortierung von Waren

Gerade im Bereich E-Commerce muss sich ein Suchmaschinenoptimierer Gedanken um die Strukturierung und Sortierung der Seite Gedanken machen. Insbesondere die Facettenklassifikation sollte Verwendung finden, um Produkte hinsichtlich verschiedener Aspekte suchen und finden zu können.

Franz Jordan: Neue Umsatzpotenziale für Onlinehändler heben – Daten, Zahlen, Fakten zu Amazon SEO

Weiter geht’s im Bereich E-Commerce: Nach dem Vortrag von Franz Jordan stellt sich der ein oder andere SEO vielleicht die Frage, warum es Online Shops überhaupt noch gibt. Die wichtigsten Fakten zum Thema Amazon SEO für euch auf einen Blick von dem hervorragenden Referenten Franz Jordan.

Fakten zum Thema Amazon

  • Ranking auf Amazon wird ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor im E-Commerce
  • Amazon sortiert Produkte nach Kaufwahrscheinlichkeit

Die Faktoren für ein gutes Ranking auf Amazon sind: Performance & Relevanz.

Performance meint folgendes:

Verbesserung der Conversion Rate durch eine optimale ProduktdarstellungFranz Jordan

  • Bilder
  • Titel
  • Attribute
  • Beschreibung
  • Kategorisierung

Verbesserung der Klickrate durch Produktkonditionen

  • Preis
  • Versand und FBA (= Fulfillment by Amazon)
  • Verfügbarkeit

Relevanz wird erzielt durch Keywords

  • Auswahl
  • Ort
  • Übereinstimmung

Grundformel:

Mehr Absatz = besseres Ranking

Traffic x Conversion Rate = Absatz

Keywords recherchieren:

Es gibt noch nicht so viele ausgefeilte Tools für eine Keywordrecherche, meint Franz Jordan und empfahl uns, die Suggest-Vorschläge bei der Amazon-Suche zu verwenden.

Keyword-Recherche: Amazon suggest

Darüber hinaus ist ein A/B-Test bspw. bei Facebook nützlich, um das „erfolgreichere“ Bild zu ermitteln, um eine optimale Produktdarstellung zu erzielen.

Ergänzend ein Tipp von uns: Für die Keyword-Recherche eignet sich das Amazon Keyword Tool von Sistrix.

Unser Fazit:

Es war spannend und hat uns vor allen Dingen Spaß gemacht! Der Uni-Standort gibt der Konferenz einen ganz eigenen Charme. Wir fühlten uns ein wenig wie Studenten, die in der Mensa-Schlange standen und sich über das soeben Gehörte austauschten.

Die Konferenz hilft vor allen Dingen Einsteigern einen Einblick in die aktuellen Diskurse zu gewinnen. Die vorstellten Cases machten das Online Marketing lebendig; inspiriert verließen wir die Konferenz.

Melanie, Carolin, Marcus & Andrej

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