Die thematische Positionierung in für Dein Unternehmen relevanten Themenfeldern ist die Grundlage dafür, dass Nutzer und Google Dich als Autorität bzw. Experte in diesen Themenfeld(ern) wahrnehmen und Dir vertrauen. Stichwort: E-A-T

E-A-T als Konzept zur Marken-Identifikation und Qualitätssicherung

E-A-T ist Googles eigenes Konzept, um Publisher und Autoren zu identifizieren, die eine Marke sind. Dadurch möchte Google die Qualität der Suchergebnisse und damit die Nutzererfahrung mit den SERPs verbessern.

Google selbst unterscheidet zwischen Relevanz und Qualität. Die Relevanz hat immer einen zur Suchanfrage und bezieht sich auf das jeweilige Dokument. (Mehr zum Thema Relevanz im Beitrag Relevanz, Pertinenz und Nützlichkeit bei Google). Die Qualität kann sich auf inhaltliche Qualität des Dokuments oder des Publishers bzw. Autors beziehen. Marken-Konzepte können gerade für zweiteres herangezogen werden, um das E-A-T-Konzept zu betrachten.

Marken-Eigenschaften

Eine Marke besitzt die folgenden wesentlichen Eigenschaften:

  • Popularität
  • Vertrauen
  • thematische Autorität
  • thematische Expertise und Kompetenz

Drei dieser Eigenschaften findet man auch bei E-A-T wieder. Die reine Popularität ist keine sinnvolle Eigenschaft zur Qualitätsbestimmung, da sie losgelöst vom Thema ist. Übertragen auf Google ist deswegen auch das Suchvolumen nach einer Brand nicht zwangsläufig ausschlaggebend für E-A-T.

E-A-T als Gatekeeper und wichtiger Rankingeinfluss

Dass E-A-T einen wichtigen Einfluss auf die Rankings hat ist spätestens seit den Core-Updates der letzten Jahre jedem SEO klar. John Müller sprach auf der Commerce Week 2021 von einem relativ neuen Ranking-Einfluss. E-A-T wirds aber bereits seit 2014 in den Quality Rater Guidelines prominent erwähnt.

Die neueste prominente Erwähnung bekam E-A-T im Jahr 2019 im Zuge von Core-Updates und Googles offizieller Info dazu (siehe What webmasters should know about Google’s core updates )

It’s important to understand that search raters have no control over how pages rank. Rater data is not used directly in our ranking algorithms. Rather, we use them as a restaurant might get feedback cards from diners. The feedback helps us know if our systems seem to be working.

If you understand how raters learn to assess good content, that might help you improve your own content. In turn, you might perhaps do better in Search.

In particular, raters are trained to understand if content has what we call strong E-A-T. That stands for Expertise, Authoritativeness and Trustworthiness. Reading the guidelines may help you assess how your content is doing from an E-A-T perspective and improvements to consider.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die manuellen Bewertungen der Such-Evaluatoren bzw. Quality Rater seit 2014 als manuell verifizierte den Machine-Learning-Algorithmen als Lernmaterial für die Erstellung von Modellen zur algorithmischen Bestimmung von E-A-T genutzt werden. Diese Modelle basieren auf erkannten On- und Offpage-Mustern, die für E-A-T signifikant sind.

Machine-Learning-Systeme benötigen Zeit für die Erstellung von Modellen, vor allem dann wenn diese Supervised sind. Das bedeutet, dass sie mit manuell verifizierten Trainingsdaten lernen.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Google einige Jahre benötigt hat, um E-A-T in der Praxis beim Ranking zu berücksichtigen.

Der Einfluss von E-A-T auf das Google-Ranking

Wer mir schon länger folgt weiß, dass ich kein Freund von Pauschalaussagen bin, aber hier lasse ich mich dennoch zu einer hinreißen. Ich denke, dass das Thema E-A-T und insbesondere die thematische Positionierung der Marke je nach YMYL-Thema oder nicht 30% bis 60% des Rankings bei Google aktuell bestimmt. In YMYL-Bereichen sehe ich E-A-T sogar als eine Art Gatekeeper für die erste Seite.

E-A-T-Einfluss bei YMYL-Themen

Bei Nicht-YMYL-Themen ist es ein Rankingeinfluss, der keine Voraussetzung für die erste Seite ist, sondern sich auf Augenhöhe mit anderen Faktoren bewegt.

E-A-T-Einfluss bei Nicht-YMYL-Themen

Entitäten und E-A-T

Seit der Einführung von Hummingbird versucht Google Entitäten zu identifizieren, zu extrahieren und in Beziehung zu setzen. Die Beziehungen zwischen Unternehmen, Personen und Themen sind für Google wichtig, da sie über diesen Weg kontextuelle Zusammenhänge, die Qualität bzw. Stärke der Beziehung und darüber Autorität und Expertise algorithmisch ermitteln können.

So steht die Entität Zalando in enger Beziehung zu weiteren Entitäten wie z.B. Fashion-Brands (z.B. Tom Tailor, Nike, Tommy Hilfiger, Marco Polo …) und Produktgruppen (Schuhe, Kleider, Bikini …).

Beziehung der Entität Zalando zu anderen Themen

Diese Beziehungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.


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Zu Olaf Kopp

Olaf Kopp ist Co-Founder, Chief Business Development Officer (CBDO) und Head of SEO der Aufgesang GmbH . Im Fokus seiner Untersuchungen, Ideen und Arbeiten stehen die Themen digitaler Markenaufbau, Online- und Content-Marketing-Strategien entlang der Customer-Journey und semantische Suchmaschinenoptimierung. Von 2012 bis 2015 war er Geschäftsführer. Als begeisterter Suchmaschinen- und Content-Marketer schreibt er für diverse Fachmagazine, u.a. t3n, Website Boosting, suchradar, Hubspot ... und war als Gastautor in diverse Buch-Veröffentlichungen involviert. Sein Blog zählt laut diversen Fachmedien und Branchenstimmen zu den besten Online-Marketing-Blogs in Deutschland. Zudem engagiert sich Olaf Kopp als Speaker für SEO und Content Marketing in Bildungseinrichtungen sowie Konferenzen wie z.B. der Hochschule Hannover, SMX, CMCx, OMT, OMX, Campixx… Er ist Mitveranstalter des SEAcamps und Moderator des Podcasts Content-Kompass auf termfrequenz. Olaf schloss 2006 sein BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing und E-Business als Diplom Kaufmann (FH) ab und beschäftigt sich seit 2005 mit Marketing und digitaler Kommunikation.