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In dieser kleinen Untersuchung habe ich basierend auf unserer Klickbetrug Untersuchung aus Sommer 2011 die ungültigen Klicks aus 14 unserer Google AdWords-Kundenkonten analysiert und die Anteile der ungültigen Klicks im Display Netzwerk, bei Remarketing Kampagnen, PLAs und der Google Suche miteinander verglichen. Bereits bei unserer Untersuchung aus 2011 ist uns der höhere Anteil an ungültigen Klicks im Display Netzwerk aufgefallen.

 

Klickbetrug im Google Display Netzwerk häufiger als in der Google Suche

Damit wurde unsere Vermutung bestätigt, dass Display Netzwerk-Anzeigen häufiger von Klickbetrug  betroffen sind, als Anzeigen in der Google Suche. Das liegt auf der Hand.

Intention für ungültige Klicks im Display Netzwerk

Bei Anzeigen im Display Netzwerk besteht ein monetäres Interesse bei den Seitenbetreibern selbst, da diese an Klicks auf Anzeigen auf ihren eigenen Seiten mitverdienen. Diese Publisher Publisher verdienen mit Adsense Werbeblöcken  auf ihren eigenen Websites Geld. Hier liegt nach unserer Meinung eine höhere Motivation für die Ausführung von ungültigen Klicks, durch das direkt erzielbare Ergebnis.

Intention für ungültige Klicks im Such Netzwerk

Der Grund warum jemand absichtlich Klickbetrug im Such Netzwerk begeht ist, dass er möglichen Konkurrenten schaden möchten. Damit kann erreicht werden, dass Tagesbudgets schnell erreicht sind oder der ROAS (Return of AdSpend) negative Werte annimmt.

Klickbetrug Untersuchung 2013

Seit 2011 hat sich einiges getan. Mit den PLAs sind neue Anzeigenvarianten und mit Remarketing neue Targeting-Möglichkeiten dazugekommen und das Display Netzwerk wird intensiver durch Werbetreibende genutzt. Grund genug für uns die Ergebnisse einer neuen Untersuchung zu dem Thema zu veröffentlichen.

Grundlage waren insgesamt 299879 Klicks im Display Netzwerk, 21521 Klicks Klicks über Remarketing Kampagnen, 42654 Klicks auf Product-Listing-Ads (PLAs) und 743445 Klicks über das Such-und Werbenetzwerk. Zeitraum über den die Daten erhoben wurden war August 2012-Februar 2013.

Hier die Ergebnisse:

Ergebnisse Untersuchung Klickbetrug

Ergebnisse Untersuchung Klickbetrug

Die Ergebnisse der aktuellen  Untersuchung zeigen noch deutlicher, dass der Anteil der ungültigen Klicks im Display-Netzwerk mit 12,94% deutlich höher ist als in der Google Suche mit nur 4,47%. Was noch auffällt ist, dass bei Remarketing-Kampagnen der Anteil der ungültigen Klicks deutlich geringer ist als bei den restlichen Targeting-Varianten und dass PLAs auch deutlich mehr ungültige Klick abbekommen als Textanzeigen in der Google Suche.

Bei Display Netzwerk Kampagnen sollte man auch darauf achten, dass Placements mit einer auffällig hohen Klickrate ca.  >30% genauer unter die Lupe genommen werden. Dies sind oft Seiten, die nur angelegt wurden, damit Besucher über einen Klick auf die „sehr prominent“ platzierten Anzeigen verlassen müssen oder unabsichtlich auf Anzeigen klicken. Z.B. Unicutt macht dies sehr aggressiv. Mehr zu dem Thema gibt in meinem Beitrag Google Display Netzwerk Optimierung: Budgetfresser ausschließen auf sem-blog.com .

Für Google war Klickbetrug früher ein größeres Thema als heute, da Google das Erkennen von ungültigen Klicks verbessert hat. Bemerken Werbetreibende Auffälligkeiten bei der Entwicklung der ungültigen Klicks können sie hier beim Google Support Hilfe bekommen.

Zu Olaf Kopp

Olaf Kopp ist Online-Marketing-Experte für Generative Engine Optimierung (GEO) und SEO. Er besitzt 15+ Jahre Erfahrung in Google Ads, SEO und Content Marketing. Olaf Kopp ist einer der frühen Pioniere in den Bereichen Generative Engine Optimization (GEO) sowie Digitaler Markenaufbau und Erfinder von modernen GEO- und Marketing-Konzepten wie LLM-Readability-, Brand-Kontext-Optimierung sowie Digital Authority Management. Er ist Co-Founder, Chief Business Development Officer (CBDO) sowie Head of SEO & AI Search (GEO) bei der Online-Marketing-Agentur Aufgesang GmbH. International gilt Olaf Kopp als anerkannter Branchenexperte für semantische SEO, E-E-A-T, Large Language Model Optimization (LLMO), Generative Engine Optimization (GEO) sowie KI- und Suchmaschinen-Technologie. Seine Arbeit verbindet strategisches Content Marketing mit Customer Journey Management und datengetriebener Suchmaschinenoptimierung. Bereits seit 2023 beschäftigt er sich nachweislich intensiv mit den Themen GEO und LLMO und zählt damit zu den ersten Vordenkern weltweit in diesem Bereich. In diesem Kontext gründete Olaf Kopp die weltweit erste Datenbank für SEO und GEO-relevante Patente und Research Paper sowie die SEO Research Suite. Seine Expertise findet regelmäßig Eingang in internationale Fachpublikationen. Renommierte Medien wie die FAZ oder Absatzwirtschaft referenzieren Olaf Kopp als Experten für Generative Engine Optimization (GEO). Als Autor schreibt er für nationale und internationale Fachmagazine wie Search Engine Land, t3n, Website Boosting, HubSpot, SISTRIX, Oncrawl, Searchmetrics, Upload und OMR. 2022 wurde er Top Contributor bei Search Engine Land. Zudem steht er regelmäßig als Speaker auf Bühnen von Konferenzen wie SMX, SERP Conf., SEO Vibes, SEA/SEO World, CMCX, OMT, Digital Bash oder der Campixx. Darüber hinaus ist er Host des Podcasts OM Café, Autor des Buches „Content-Marketing entlang der Customer Journey“, Co-Autor des Standardwerks „Der Online Marketing Manager“ (Kapitel Online-Marketing-Strategie und Content Marketing) sowie Mitorganisator des SEAcamp.

Ein Kommentar

    Nur: Was kann ich gegen solche ungültigen Klicks tun? Ich schalte für mein Ferienhaus Suchnetzwerk-Anzeigen. Dabei stelle ich regelmäßig über Analytics fest, dass jemand meine Anzeigen mehrfach am Tag anklickt und die Seite sofort wieder verlässt. Ich gehe davon aus, dass es sich hier um einen Mitbewerber aus der Region handelt.
    Nun erklärt google, man müsse „nur“ die IP-Adresse zu der Client-ID herausfinden, um eine Sperrung vorzunehmen. Nur der Haken an der Sache ist doch: Wie finde ich als Laie die IP-Adresse heraus. Selbst der Programmierer meiner HP sieht sich nicht dazu im Stande. Meine Zusatzfrage: Kann google nicht die Sperrung auf Grundlage der Client-ID vornehmen?
    Thomas de Kiff