Dieser Beitrag erläutert auf der Grundlage einiger Google-Patente und Tests wie Google aufgrund von Verknüpfungen von Suchanfragen aus der Vergangenheit den individuellen Kontext des Nutzers besser verstehen und Suggest-Vorschläge sowie Suchergebnisse besser gestalten kann. Viel Spass beim Lesen!

Grundsätzliches zur Personalisierung von Suchergebnissen

Insofern ein Nutzer in sein Google-Konto eingeloggt ist Google in der Lage personalisierte SERPs abgestimmt auf das Nutzerverhalten und den Kontext auszuliefern. Man ist lange davon ausgegangen, dass dieser Einfluss groß bei der Auslieferung von Suchergebnissen sei. Das klingt logisch, da Google jede Menge nutzerbezogene Verhaltens-Daten je Nutzerkonto sammelt, wie man unter https://myactivity.google.com/myactivity erkennen kann.

Meine Aktivitäten in der Google-Suche und anderen Anwendungen aus dem Google-System

Im Jahr 2018 gab es allerdings einige deutliche Aussagen seitens Google zum Personalisierungsgrad der SERPs. Siehe hier und hier. Demnach beschränkt sich die Personalisierung auf folgende Faktoren:

  • Der Ort
  • Die Sprache
  • Die Zeit
  • Die verwendete Plattform
  • Die Verteilung auf verschiedene Datencenter

Weitere Faktoren wie die Klickrate, vergangene Suchanfragen und andere Nutzersignale wurden nicht bestätigt oder dementiert. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass zwischen 2012 und 2018 z.B. die Klickrate auf ein Suchergebnis einen deutlicher Faktor dafür war, dass bei der erneuten Eingabe der gleichen Suchanfrage das vorher geklickte Suchergebnis deutlich prominenter in den SERPs platziert wurde. Dazu muss ich hier betonen. Bei der Personalisierung geht es um ein nutzerbezogenes individuelles Ranking und nicht um ein generelles Scoring bestimmter Inhalte.

Immerhin zeigt Google immer noch an wenn ich ein Suchergebnis in der Vergangenheit schon geklickt habe:

Informationen zu bereits besuchten Suchergebnissen bei Google

Einen deutlichen Einfluss auf meine persönlichen Suchergebnisse kann ich aktuell aber nicht mehr erkennen, was die Aussagen seitens Google bekräftigt.

Ich nehme an Google hat den Grad der Personalisierung wieder deutlich zurückgefahren, um die Suchergebnisse wieder objektiver zu gestalten, um eine zu einseitige Meinungsbildung zu verhindern.

Bei den Autosuggest-Vorschlägen werden individuelle nutzerbezogene Vorschläge basierend auf eigenen Suchanfragen aus der Vergangenheit vorgeschlagen. Diese lassen sich auch entfernen.

Individualisierte Autosuggest-Vorschläge bei Google

 

Thematischer Kontext bei Suchanfragen mit Bezug zu benannten Entitäten


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Zu Olaf Kopp

Olaf Kopp ist Co-Founder, Chief Business Development Officer (CBDO) und Head of SEO der Aufgesang GmbH . Von 2012 bis 2015 war er Geschäftsführer. Als begeisterter Suchmaschinen- und Content-Marketer schreibt er für diverse Fachmagazine, u.a. t3n, Website Boosting, suchradar, Hubspot ... und war als Gastautor in diverse Buch-Veröffentlichungen involviert. Zudem engagiert sich Olaf Kopp als Dozent und Speaker für SEO und Content Marketing in Bildungseinrichtungen sowie Konferenzen wie z.B. der Hochschule Hannover, Norddeutschen Akademie, CMCx, OMT, OMX, Campixx… Er ist Mitveranstalter des SEAcamps und Moderator des Podcasts Content-Kompass auf termfrequenz. Olaf schloss 2006 sein BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing und E-Business als Diplom Kaufmann (FH) ab und beschäftigt sich seit 2005 mit Social Media Marketing, Google AdWords sowie SEO. Seit 2012 stehen digitales Branding, Content-Marketing und semantische SEO im Fokus seines Interesses.