Native Advertising ist eine Form der bezahlten Content-Distribution in Form von meistens Text-Bild-Anzeigen, aber auch Platzierung kompletter redaktioneller Inhalte auf Fremdmedien via Advertorials. Advertorials sind gekaufte redaktionelle Beiträge, die im normalen redaktionellen Stream eines Mediums stattfinden. . Sie sind für die Nutzer der betreffenden Webseite kaum von anderen Beiträgen zu unterscheiden und wirken daher vertraut. Native bedeutet soviel wie heimisch oder ursprünglich. Native Advertising bzw. Native Ads sind Paid Media.

Das ist die aktuell verbreitetste Definition von Native Advertising.

Zum Thema Native Advertising gibt es aber verschiedene Definitionen und Sichtweisen. Hier einige davon:

Wikipedia Deutschland:

Native Advertising (zu Deutsch „Werbung im bekannten Umfeld“) ist eine Form von Werbung im Internet und in Printmedien, die durch das Anbieten von Inhalten so gestaltet ist, dass sie nur schwer von redaktionellen Artikeln zu unterscheiden ist und die Aufmerksamkeit der Nutzer durch Tarnung auf sich zieht.

iab Austria:

Native Advertising ist eine bezahlte Form der Medienplatzierung/Content Distribution (auf Medien, die nicht dem Unternehmen gehören) um informative, beratende oder unterhaltsame Inhalte an eine vorab definierte Zielgruppe zu kommunizieren. Der große Unterschied zur klassischen Werbeeinschaltung ist, dass das Userverhalten nicht gestört wird und der Inhalt des Absenders im Look and Feel des Trägermediums platziert wird… Von Native Advertising spricht man, wenn bestimmte Werbeformate – wir nennen sie in diesem Playbook Native Ad Units (siehe folgende Definition) – UserInnen auf Mehrwert bietenden Content lenken. Bei diesem handelt es sich meistens um Content auf einer Destination des Unternehmens (Content Marketing) oder um bezahlte Inhalte auf einer Destination des Publishers (Sponsored Content).

Outbrain:

Native Advertising ist eine Art der bezahlten Online-Werbung, die sehr häufig von Content Marketern angewandt wird. Unter Native Advertising versteht man jede Art von bezahltem Content, der inhaltlich und optisch an das Umfeld einer Webseite angepasst ist. Dazu gehören sowohl gesponserte Tweets auf Twitter, vorgeschlagene Posts auf Facebook als auch redaktionelle Content-Empfehlungen von Content Discovery Plattformen wie Outbrain.

Ich persönlich finde die Definition von iab Austria am passendsten. Die Wikipedia Definition ist mir ein bisschen zu ungenau und die Defintion von Outbrain zu breit. Werbung auf Facebook, Twitter und Co. würde ich differenziert von Native Advertising betrachten, da sonst auch z.B. Suchmaschinenwerbung eine Form des Native Advertising wäre.

Zusammenfassend ist das meine Definition von Native Advertising:

Native Advertising ist eine bezahlte Form der Content-Distribution, die sowohl Werbeanzeigen sogenannte Native Ads und bezahlte Inhalte in Form von Advertorials umfasst. Native Advertising befindet sich damit im Content-Distributions-Mix zwischen dem Content-Outreachund der Content-Promotion.

 

Welche Formen von Native Advertising gibt es ?

Native Advertising ist innerhalb der Content-Distribution Paid Media zugeordnet. Beim echten Native Advertising befindet sich der eigentliche Content auf der Seite des Fremd-Publishers ist also ausserhalb der eigenen Website aufgehangen. Bei den sogenannten Native Ads wird auf ein Content verwiesen, der sich auf einer anderen Domain befindet. Ist also Content-Promotion.

 

Native Ads  bzw.Text-Bild-Anzeigen via Content-Discovery-Networks

Als Plattformen für Native Advertising via Text-Bild-Anzeigen eignen sich sogenannte Content-Discovery-Networks. Die bekanntesten Anbieter sind hier

  • plista
  • Outbrain
  • Taboola
  • Seeding Alliance

Diese Art von Native Advertising ist Paid Media.

Diese Anbieter haben z.B. gegenüber anderen Marktteilnehmern den großen Vorteil, dass sie Kooperationen mit großen Publishern eingehen und somit auch präsentere Werbeflächen bei diesen anbieten können als z.B. das Google Display Netzwerk. Während man z.B. über das Google Display Netzwerk in erster Linie Werbeflächen auf kleineren bzw. unbekannteren Seiten ansteuern kann, bieten plista & Co. die Auslieferung von Anzeigen auf reichweitenstarken „Premium-Portalen“ .

Kooperationspartner von Ligusta

Kooperationspartner von Ligusta

Kooperationspartner von Ligatus

Kooperationspartner von plista

Kooperationspartner von plista

Beispiel Native Ads von Outbrain

Native Advertising via Advertorials

Native Ads sind Werbeanzeigen, die in einer redaktionellen Aufmachung auf redaktionellen Webseiten geschaltet werden können . Diese digitalen Advertorials entsprechen in ihrem Aussehen und Stil meist Artikeln, die von den Betreibern der zur Schaltung der Ads ausgewählten Internetseite selbst veröffentlicht werden. Sie sind sind nativ in die redaktionelle Umgebung des jeweiligen Portals eingebettet. Advertorials als auch Native Ads müssen allerdings mit dem Vermerk Anzeige oder Werbung versehen werden.

Fazit: Die Vor- und Nachteile von Native Ads:

– qualitativ hochwertigen Content im Marketing einsetzen
– volle Kontrolle über die Inhalte
– Steigerung der Reichweite durch Auswahl von Webseiten, die für die Zielgruppe relevant sind
– Einbettung in als seriös empfundenes Umfeld steigert das Vertrauen der Nutzer
– neue Leser und Kunden werden über die Ads auf die Internet-Angebote des Urhebers gelockt
– Native Ads sind für Ad-Blocker praktisch nicht zu erkennen und werden weiterhin dargestellt, wo andere Anzeigen blockiert werden
– Native Ads werden in den Google-Suchergebnissen angezeigt
– die Nutzung von Native Ads ist meist mit Kosten für die Platzierung verbunden
– die Markierung als externer Inhalt kann von Werbung genervte Leser abschrecken und misstrauisch machen

Weiterführende Links zum Thema Native Advertising

herausgegeben von: Olaf Kopp
Datum: 20. September 2018

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