Du interessierst Dich für das Thema Performance-Marketing? In diesem Beitrag bekommst Du alle wichtigen Informationen zum Thema Performance Marketing.

Was ist Performance Marketing?

Performance Marketing, auch „Performance Advertising“ genannt, umfasst die Umsetzung, Bewertung und Optimierung von Werbemaßnahmen mit klar messbarer Leistung. Anhand der Datenbasis lässt sich die Effizienz der einzelnen Werbemaßnahmen genau analysieren und den vorformulierten KPIs („Key Performance Indicators“) und Metriken entsprechend anpassen. Im Online-Marketing lohnt sich diese Werbeart besonders, da alle durchgeführten Maßnahmen von der großen Werbeanzeige bis zum einzelnen Social-Media-Post nachvollziehbar analysiert und angepasst werden können.

Wie funktioniert Performance Marketing?

Die Quantifizierbarkeit aller Werbemaßnahmen und deren Bewertung anhand von Kennziffern macht Performance Marketing besonders attraktiv für Werbetreibende im Digitalmarketing. Dadurch wird ein Umfeld geschaffen, dass die maximal mögliche Effizienz der einzelnen Werbeformen ermittelt und im Bedarfsfall selbst kleinteilige Optimierungen möglich macht. Letzteres beschreibt die Modularität des Marketingansatzes perfekt.

Ein bunter Mix einzelner Kommunikationsmittel ergibt den Rahmen, dessen Parameter sogar während laufender Kampagnen angepasst werden können. Grundsätzlich funktioniert Performance Marketing auf Basis von vier Schritten:

  1. Marketingziele formulieren
  2. Instrumente auswählen
  3. Überwachen der Kampagnen
  4. Optimierung der Maßnahmen

Generelle Unternehmensziele zu erreichen, Neukundengewinnung, eine bestehende Kundenbindung zu verbessern, das Erreichen einer neuen Zielgruppe oder die Klickrate steigern – Werbetreibende können bei diesem Werbevorgehen die unterschiedlichsten Ziele festlegen. Wichtig ist nur, dass die Zielsetzungen messbar sind. Im nächsten Schritt erfolgt die Auswahl zu den Zielen passender Instrumente.

Wer beispielsweise bessere Rankings mit Firmenseiten erzielen möchte, setzt auf SEO- und SEA-Maßnahmen.

Nach dem Start der einzelnen Werbekampagnen mithilfe verschiedener Instrumente beginnt die Überwachungsphase. Anhand gesetzter Ziele und festgelegter KPIs werden die umgesetzten Maßnahmen beobachtet. Tools wie Google Analytics oder die Search Console geben während der Live-Phase Daten aus. Durch die genaue Kontrolle ergibt sich der letzte Schritt des Marketingtyps, die Optimierbarkeit. Erzielt eine Anzeigenkampagne beispielsweise nicht die gewünschten Impressionen, kann sie so nach kurzer Zeit gestoppt und durch ein anderes Instrument ersetzt werden.

Warum ist Performance Marketing so interessant?

Die datenbasierte Analyse und Optimierbarkeit macht Performance Marketing besonders im Online-Bereich interessant. Daneben sind die einzelnen Marketinginstrumente einfach zu planen und budgetieren. Mithilfe wichtiger KPIs wie der Kosten-Umsatz-Relation (KUR) oder CPA (Cost per Action) lassen sich die ermittelten Daten gut in Bezug zueinander darstellen. Als Reaktion auf schlechte Ergebnisse lassen sich einzelne Kampagnenelemente leicht nachjustieren oder im Bedarfsfall direkt einstellen.

Aufgrund seiner Vielseitigkeit bei gleichzeitiger Modularität ist das Performance Marketing ideal einsetzbar im Digitalmarketing-Mix eines Unternehmens.

Welche Kanäle bespielt man beim Performance Marketing?

Vor allem im Onlinemarketing ergibt sich ein bunter Mix verschiedenster Marketingkanäle und -instrumente. Das Mischen unterschiedlichster Kampagnen und Werbemaßnahmen ist problemlos möglich. Entscheidend ist für jede einzelne Maßnahme nur, dass ihre Ergebnisse messbar und in Zahlen darstellbar sind. Ansonsten bleibt der Marketing-Abteilung freie Hand bei der Zusammenstellung. Mögliche Online-Instrumente sind:

  • SEO
  • SEA
  • E-Mail-Advertising
  • Social-Media-Maßnahmen
  • Display-Werbung
  • E-Mail-Marketing

Auch Offline-Maßnahmen finden Verwendung in diesem Marketingansatz, solange das Kriterium der Messbarkeit der Marketingmaßnahmen erfüllt ist.

Übersicht: Online- bzw. Performance-Marketing

Übersicht: Online- bzw. Performance-Marketing

Welche sind die wichtigsten Kennzahlen für Performance Marketing?

Die Effizienz der Maßnahmen muss durch entsprechende Kennziffern messbar sein. Werbetreibende haben einen großen Katalog an Metriken zur Auswahl. Wichtig ist, dass jede Kennzahl zu einem der Marketingziele passt. Grundsätzlich sind Kennzahlen aus drei Bereichen denkbar:

  • für Reichweite: zum Beispiel Impressionen in Suchergebnissen
  • für Interaktion: beispielsweise Klicks auf Werbebanner
  • für Transaktion: generierter Umsatz durch gewählte Werbemaßnahmen

Reichweitenkennzahlen können außerdem Sichtbarkeitsindizes sein, die Tools wie Sistrix oder Xovi ausspielen. Generell ist es entscheidend, nicht nur absolute, sondern auch relative Kennzahlen zu nutzen. Dadurch können Querverbindungen und abstraktere Vorgänge der einzelnen Kampagnen und Werbemittel dargestellt werden. Als Bezugsgröße sind beispielsweise die Kosten für ein Marketinginstrument zur Bestimmung der Effizienz wichtig.

Performance Marketing bedeutet (In-)Effizienz sichtbar machen

In einem gut sortierten Marketingmix sollte Performance Marketing nicht fehlen. Aufgrund seiner Modularität und Nachvollziehbarkeit ist es ein sinnvolles Instrument, um die Marketingziele des eigenen Unternehmens zu erreichen. Vor allem die Möglichkeit, in laufende Kampagnen eingreifen zu können, bietet Werbetreibenden direkte Kontrolle über den Erfolg oder Misserfolg der eigenen Marketingvorhaben.

Weitere Quellen zum Thema Performance Marketing

Zu Olaf Kopp

Olaf Kopp ist Co-Founder, Chief Business Development Officer (CBDO) und Head of SEO der Aufgesang GmbH . Im Fokus seiner Untersuchungen, Ideen und Arbeiten stehen die Themen digitaler Markenaufbau, Online- und Content-Marketing-Strategien entlang der Customer-Journey und semantische Suchmaschinenoptimierung. Von 2012 bis 2015 war er Geschäftsführer. Als begeisterter Suchmaschinen- und Content-Marketer schreibt er für diverse Fachmagazine, u.a. t3n, Website Boosting, suchradar, Hubspot ... und war als Gastautor in diverse Buch-Veröffentlichungen involviert. Sein Blog zählt laut diversen Fachmedien und Branchenstimmen zu den besten Online-Marketing-Blogs in Deutschland. Zudem engagiert sich Olaf Kopp als Speaker für SEO und Content Marketing in Bildungseinrichtungen sowie Konferenzen wie z.B. der Hochschule Hannover, SMX, CMCx, OMT, OMX, Campixx… Er ist Mitveranstalter des SEAcamps und Moderator des Podcasts Content-Kompass auf termfrequenz. Olaf schloss 2006 sein BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing und E-Business als Diplom Kaufmann (FH) ab und beschäftigt sich seit 2005 mit Marketing und digitaler Kommunikation.
herausgegeben von: Olaf Kopp
Datum: 27. April 2021

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