Seit Jahren verweisen SEOs auf die Wichtigkeit von Page Speed beziehungsweise Ladezeiten für die Suchmaschinenoptimierung. Doch wie wichtig ist dieser Rankingfaktor? Wann ist eine Website schnell genug für Google? Was bedeutet schnell? Eine kurze Ladezeit, niedrige Response Time, Größe der Seite oder Download-Geschwindigkeit? Wir haben die offiziellen Infos von Google und die Ergebnisse von zwei eigenen Untersuchungen zum Einfluss von Page Speed auf das Ranking zusammengetragen.

Was bedeutet schnell?

Im Internet kursieren jede Menge Annahmen darüber, wann eine Website schnell ist. Die Annahmen reichen von schnell genug für den Nutzer bis zu konkreten Zeitangaben wie nicht länger als 3 Sekunden oder mindestens 1,5 Sekunden. Laut Search-Console scheint die Dauer für das Herunterladen einer Seite über 3 Sekunden als hoch zu gelten. Zwischen 1,5 und 3 Sekunden als durchschnittlich. Laut John Mueller  differenziert Google bisher zwischen langsamen und schnellen Websites.

Mit dem Page Speed Update im Juli 2018 will Google hier etwas genauer differenzieren, was schnell und langsam ist.

Auf das Bild klicken und Johns Aussage vom 17.05.2017 anhören

 

Sprich es ist unerheblich ob jemand 85 oder 100 Punkte im Page Speed Insights-Tool erreicht. Google Mitarbeiter Gary Illyes konkretisierte diese Aussage zumindest in Bezug auf Mobile. So sei eine Punktzahl von 85 absolut ausreichend.

2016 gab es eine Aussage von John Mueller bei Twitter, in der er eine Geschwindigkeit zwischen zwei und drei Sekunden als schnell bezeichnet. Zudem verweist er darauf, dass die Anzahl der http-Requests nicht entscheidend ist sondern die Ladezeit.

John Mueller im November 2016 auf Twitter

Aus unseren eigenen Untersuchungen mit pingdom liegt  aktuell die durchschnittliche Ladezeit von Websites bei circa 3,25 Sekunden (Stand Dezember 2016).

Wichtig ist noch zu differenzieren aus welchen Gründen Google auf Ladezeiten achtet beziehungsweise Website-Betreiber auf schnelle Websites achten sollten. Zum einen geht es um die Nutzererfahrung. Insbesondere auf Smartphones. Aus diesem Grund hat Google Page Speed zu einem Rankingfaktor gemacht. Zum anderen geht es um das Crawling. Laut John Mueller werden Seiten, bei denen der Google-Bot mehr als 2 Sekunden für den Download benötigt, seltener gecrawlt als schnelle Seiten. Google möchte dadurch das Crawlbudget effektiver einsetzen. Auf der anderen Seite betont Google aber, dass das Crawlbudget für viele Websites kein Problem darstellt. Siehe auch Google: Seiten mit normaler Größe müssen sich keine Gedanken um das Crawl-Budget machen.

In diesem Beitrag im Google Webmaster Zentrale Blog gibt ein Google-Mitarbeiter folgende Antworten:

In der Regel müssen sich Publisher um das im Folgenden beschriebene Crawling-Budget keine Gedanken machen. Wenn neue Seiten tendenziell am Tag ihrer Veröffentlichung gecrawlt werden, muss sich der Webmaster nicht um das Crawling-Budget kümmern. Außerdem wird eine Website mit weniger als ein paar Tausend URLs meistens effizient gecrawlt.

 

F: Hat die Geschwindigkeit der Website Einfluss auf mein Crawling-Budget? Wie sieht es mit Fehlern aus?
A: Je schneller eine Website ist, desto besser ist die Nutzererfahrung und desto höher ist auch die Crawling-Frequenz. Für den Googlebot ist eine schnelle Website ein Zeichen für gut funktionierende Server. So kann er mehr Inhalte über die gleiche Anzahl von Verbindungen abrufen. Auf der anderen Seite deuten zahlreiche 5xx-Fehler oder Zeitüberschreitungen beim Verbindungsaufbau auf das Gegenteil hin und das Crawling verlangsamt sich.

 

F: Ist das Crawling ein Faktor für das Ranking?
A: Eine höhere Crawling-Frequenz führt nicht zwangsläufig zu besseren Positionen in den Suchergebnissen. Google nutzt Hunderte Signale für das Ranking der Ergebnisse. Das Crawling ist zwar notwendig, um in den Ergebnissen zu erscheinen, aber kein Ranking-Signal.

 

Page Speed Benchmark Studie von Google

Google selbst hat 2018 eine Benchmark-Studie zum Thema Page Speed veröffentlicht. Mit folgenden Ergebnissen für Deutschland:

 

Doch welche Zeit ist für Nutzer zumutbar?

Ich denke diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Menschen die unter zeitlichen Druck stehen beantworten diese Frage anders, als Menschen, die gemütlich im Netz surfen. Zudem ist es auch immer eine Frage der Internetverbindung, wie lange eine Website benötigt um zu laden. Ein weiterer Faktor für das Empfinden von Schnelligkeit bzw. Langsamkeit ist die Gewohnheit. Man orientiert an dem was man von anderen Angeboten gewohnt ist. Laut einer Studie von Radware aus dem Jahr 2013. Dort wurden die 500 größten E-Commerce Sites hinsichtlich der Ladegeschwindigkeit untersucht. Demnach werden E-Commerce-Websites aufgrund der wachsenden Größe eher langsamer als schneller.

Infografik zur Radware Studie

Infografik zur Radware Studie

Verschiedene Arten der Website-Performance

Bevor ich auf unsere Untersuchungsergebnisse eingehe, macht die Betrachtung einiger möglicher Kriterien bzw.Kennzahlen für die Bewertung der „Schnelligkeit“ Sinn.

Response Time / Firstbyte Time

Diese Metrik beschreibt sozusagen den ersten Kontakt eines . Browsers mit der Seite. Dazu Wikipedia:

It is the duration from the virtual user making an HTTP request to the first byte of the page being received by the browser. This time is made up of the socket connection time, the time taken to send the HTTP request, and the time taken to get the first byte of the page.

Page Load Time / Ladezeit

Die Ladezeit oder auch Page Load Time umfasst die komplette Zeit des Prozesses zwischen einem Initial Request z.B. Klick auf einen Link bis zum fertigen Rendering der Seite. Man findet aber auch Auffassungen, bei der nur der Prozess bis zum Rendering der Seite, also das Laden des html-Codes ohne Berücksichtigung des Downloads bzw. der Darstellung von Bildern und Laden von Javascript Code wie z.B. Google Analytics, GTM, etc.

browser-pageload-timeline

Quelle: https://docs.newrelic.com/docs/browser/new-relic-browser/page-load-timing-resources/page-load-timing-process

Gewicht bzw. Größe der Website

Die Größe bzw. das Gewicht einer Website beschreibt die Anzahl an Kilobytes, die es benötigt eine Website vollständig (runter)zu laden. Neben dem reinen Gewicht ist auch noch die Geschwindigkeit diese Kilobytes herunterzuladen interessant.

 

Zusammenhang zwischen „Geschwindigkeit“ und Ranking laut Google

Google hat im Jahr 2010 Page Speed als neuen Rankingsfaktor vorgestellt. Dazu dieses Video von Maile Ohye aus dem Jahr 2010:

Hier betont Maile die Wichtigkeit der Website-Geschwindigkeit für Nutzer und Website-Betreiber als auch für Google und dass Google deswegen Page Speed als Rankingfaktor eingeführt hat. Aus der Aussage, dass für Google Page Speed wichtig ist wurde dann über die Jahre von SEOs die Aussage gemacht Page Speed sei ein wichtiger Rankingfaktor ist. Es ist keine Frage, dass Page Speed ein Rankingfaktor ist und es ist auch keine Frage, dass Geschwindigkeit ein wichtiges Kriterium für UX und Conversion-Optimierung ist. Das wird von Google und diversen Studien (um Beispiel hier, hier und hier) bestätigt. Aber ob die Ladezeit tatsächlich ein wichtiger Rankingfaktor ist, wie viele SEOs behaupten bleibt zu hinterfragen. Bevor wir aber zu den Ergebnissen unserer eigenen Untersuchung kommen nachfolgend noch einige offizielle Statements von Google zu dem Thema.

Im obigen Video betont Maile, dass Page Speed ein Rankingfaktor unter vielen ist und Content und Relevanz deutlich wichtiger sind.

“Rankings is a nuanced process and there is over 200 signals, but now speed is one of them. Know that ‘content’ and relevance’ are still primary.”, Mail Ohye 2010

Wenn Google von Seiten-Geschwindigkeit als Rankingfaktor spricht ist nicht ganz klar was gemeint ist. So heißt es im offiziellen Beitrag aus dem Jahr 2010:

As part of that effort, today we’re including a new signal in our search ranking algorithms: site speed. Site speed reflects how quickly a website responds to web requests. …We use a variety of sources to determine the speed of a site relative to other sites… While site speed is a new signal, it doesn’t carry as much weight as the relevance of a page. Currently, fewer than 1% of search queries are affected by the site speed signal in our implementation and the signal for site speed only applies for visitors searching in English on Google.com at this point.

Einige Monate später gab es auch im deutschen Webmaster Central Blog die Bestätigung:

Die Websitegeschwindigkeit gibt an, wie schnell eine Website auf Webanfragen reagiert… Daher haben wir uns dafür entschieden, die Websitegeschwindigkeit bei unseren Suchrankings zu berücksichtigen. Wir ziehen viele Faktoren heran, um die Geschwindigkeit einer Website im Vergleich zu anderen Websites zu ermitteln… Auch wenn die Websitegeschwindigkeit ein neues Kriterium ist, ist sie bei weitem nicht so wichtig wie die Relevanz einer Seite. Derzeit sind weniger als ein Prozent der Suchanfragen vom Kriterium der Websitegeschwindigkeit in unserer Implementierung betroffen. Das Websitegeschwindigkeits-Kriterium wird im Moment zudem nur bei auf Englisch gestellten Suchanfragen auf Google.com angewandt.

2010 und 2011 äußerte sich Matt Cutts noch  zu dem Thema

Im Webmaster Central Hangout vom 08.04.2016 bestätigt John Mueller, dass der Einfluss der Server-Ladezeit auf das Ranking nur gering sei und dass Optimierungen im Millisekunden-Bereich keine Auswirkungen auf das Ranking hätten. Dabei spricht er nur von der Zeit wie lange eine Website benötigt, um im Server geladen zu werden. Die Zeit, die der Google-Bot benötigt, um Inhalte zu crawlen ist kein direkter Rankingfaktor laut John, sondern beeinflusst nur die Crawling-Geschwindigkeit für Inhalte. Hier das Video dazu:

Das Google Speed Update

Google verkündete im Januar 2018, dass Page Speed im Rahmen des Mobile First Index ein Rakingfaktor in der mobilen Suche sein wird. Das Google Page Speed Update wurde dann im Juli 2018 ausgerollt. Damit wurde Page Speed auch mobile ein Rankingfaktor. Interessanterweise wurde in diesem Zug die Ladegeschwindigkeit auch für Google AdWords ein Qualitätsmerkmal für den Quality Score.

Der Einfluss auf das Ranking scheint aber nur ähnlich hoch zu sein wie für Desktop-Suchen und es wird ebenfalls nur zwischen schnellen und langsamen Websites unterschieden.

„The “Speed Update,” as we’re calling it, will only affect pages that deliver the slowest experience to users and will only affect a small percentage of queries. It applies the same standard to all pages, regardless of the technology used to build the page. The intent of the search query is still a very strong signal, so a slow page may still rank highly if it has great, relevant content.

In einem Webmaster Hangout von Anfang Juni 2018 erklärte John Müller allerdings, dass sie mit dem im Juli eingeführten Mobile Page Speed Update die Ladezeiten etwas differenzierter betrachten. Dabei sollte man nicht nur auf darauf achten, dass der Google-Bot die Seite schnell ausgeliefert bekommt, sondern vor allem der Nutzer. Hier greift Google laut eigener Aussage auch auf reale Nutzerdaten aus Google Chrome zurück.

„Das Blockieren von Skripten, um eine Seite lediglich für den Googlebot zu beschleunigen, wird nichts daran ändern, wie wir Eure Seite bewerten.“

Dazu wird John Müller in einem anderen Webmaster Hangout noch konkreter. Demnach greift Google zur Page Speed Messung auf Daten aus dem Chrome User Experience Report zurück. Nutzer, die ihre Einwilligung erklärt haben, übertragen ihre Daten an Google. Dort werden diese Daten gesammelt und ausgewertet. So lässt sich feststellen, wie sich eine Webseite unter realen Bedingungen verhält.

Korrelationsuntersuchung Page Speed & Ranking (Dezember 2016)

Unsere aktuellste Untersuchung zum Thema Ladzeit und Google-Ranking beruht auf Daten, die wir im Dezember 2016 erhoben haben. Folgende Fragestellungen wollten wir u.a. beantworten:

  1. Besteht ein Zusammenhang zwischen Google Page Speed Punkten und dem Google-Ranking
  2. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ladezeit und Ranking
  3. Werden die Ladezeit bzw. die Page Speed-Punkte bei den ersten 10 Suchergebnissen anders gewichtet als bei den Ergebnissen elf bis zwanzig?

Für diese Untersuchung haben wir für 20 Keywords die Top 20 Suchergebnisse Daten hinsichtlich der Punkte laut Google Page Speed (Desktop und Mobile) sowie Ladezeit zusammengetragen. Die Keywords waren eine bunte Mischung aus Short- und Mid-Tail Keywords mit transktionsorientierter sowie kommerzieller Suchintention z.B. die Begriffs-Kombinationen Content Marketing, Mode für Mollige, Krankenversicherung, Katastrophenschutz, Olivenöl, Geschenkgutscheine, Zeiterfassung,  Powerbank …

Dafür haben wir auf folgende Tools zurückgegriffen:

Die Punktezahlen und Ladezeiten habe ich dann über eine Korrelationsanalyse in Beziehung zu den Rankings pro URl gesetzt. Das Gleiche habe ich dann noch für die Ladezeit in Bezug auf auf Seiten-Größe und Anzahl der http-Requests durchgeführt. Da ich kein Tool zur Bulk-Abfrage der Daten gefunden habe, haben wir alle Daten manuell erheben müssen.Vielen Dank an unseren fleissigen Praktikanten Simon! Wer da ein Tool zur Bulk-Anfrage zur Hand hat immer her damit. Gerne in den Kommentaren…

Zuerst einmal die Ergebnisse der Korrelationsanalyse zum Zusammenhang zwischen Punkten aus dem Google Page Speed Tool und dem Ranking bei Google in den Top 20, To10 und Position elf bis zwanzig.

Zum Vergrößern auf die Abbildung klicken

Korrelationskoeffizient Top 20 (Desktop): -0,40672

Korrelationskoeffizient Top 10 (Desktop): -0,7694

Korrelationskoeffizient Top 11-20 (Desktop): -0,06355

 

Zum Vergrößern auf die Abbildung klicken

Korrelationskoeffizient Top 20 (Mobile): -0,47139

Korrelationskoeffizient Top 10 (Mobile): -0,8895

Korrelationskoeffizient Top 11-20 (Mobile): -0,3946

Zum Vergrößern auf die Abbildung klicken

Korrelationskoeffizient Top 20: -0,08871

Korrelationskoeffizient Top 10: -0,61247

Korrelationskoeffizient Top 11-20: -0,06564

Der Korrelationskoeffizient

Bevor ich zur Interpretation dieser Ergebnisse komme eine kurze Erläuterung zu den Korrelationskoeffizienten. Der Korrelationskoeffizient bewegt sich zwischen -1 und +1. Er gibt an wie wahrscheinlich ein Zusammenhang zwischen Variablen besteht oder auch nicht. Bei einer eher kleinen Anzahl von Stichproben gelten Korrelationskoeffizienten, die sich zwischen 0,9 bis 1 bewegen als sehr hoch. Also ein Zusammenhang ist sehr wahrscheinlich.

  • bis 0,2 => sehr geringe Korrelation
  • bis 0,5 => geringe Korrelation
  • bis 0,7 => mittlere Korrelation
  • bis 0,9 => hohe Korrelation
  • über 0,9 => sehr hohe Korrelation

Bei o besteht gar kein Zusammenhang. Im Minusbereich verhält es sich umgekehrt. Das ist für die Untersuchung bezogen auf die Punkte aus dem Page Speed Insights Tool und dem Ranking wichtig zu verstehen. Da die Annahme untersucht werden soll, ob bei steigender Punktzahl das Ranking steigt also der Wert sich Richtung Position eins bewegt verhält sich die Korrelation dysfunktional. Also ein möglichst hohe negative Korrelation würde die Vermutung bestätigen. Bei der Ladezeit steht ein ausgeprägter Korrelationskoeffizient für einen starken Zusammenhang.

Weitere Infos zum Korrelationskoeffizienten.

Korrelation bedeutet allerdings nicht Kausalität. Deswegen interpretiere ich die folgenden Ergebnisse im Konjunktiv. Zudem sollte jedem SEO klar sein, dass heutzutage die Ermittlung des Rankings so komplex ist, dass es nahezu unmöglich ist Abhängigkeiten zwischen dem Ranking und einzelnen Metriken eindeutig herauszufinden.

 

Die Fragen zur Untersuchung

Auf folgende Fragen sind wir den Antworten durch die Untersuchung etwas näher gekommen:

  • Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Google-Ranking und den Punktbewertungen aus dem Google Page Speed Insights Tool?
  • Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Google-Ranking und der Ladezeit?
  • Nach welchen Metriken sollte man aus SEO-Sicht eine Page-Speed-Optimierung vornehmen? Page Speed Punkte oder Ladezeit?
  • Gewichtet Google die Ladezeit/Page Speed als Rankingfaktor stärker für ein Ranking den Top 10 Suchergebnissen?
  • Besteht ein Zusammenhang zwischen Größe einer Seite und der Ladegeschwindigkeit?
  • Besteht ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der http-Requests und Ladezeit?

 

Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Google-Ranking und den Punktbewertungen aus dem Google Page Speed Insights Tool?

Laut den Ergebnissen unserer Untersuchung scheint es einen Zusammenhang zwischen der Bewertung des Google Page Speed Tools und dem Ranking zu geben. Dabei ist die Korrelation zwischen den Mobile-Punkten und dem Ranking größer als bei den Desktop-Punkten. Der Korrelationskoeffizient ist in den Top 10 Suchergebnissen mit 0,89 schon hoch, was auf einen Zusammenhang schließen lässt.

Allerdings muss man auch feststellen, dass es immer wieder starke Ausreisser gibt. So z.B. mein Artikel Was ist Content-Marketing? Infos, Definition, Ziele, Strategie &mehr. Dieser rankt seit Jahren für den Begriff Content Marketing konstant auf Position zwei oder drei. Liegt aber mit einer Ladezeit von über 10-15 Sekunden schon im sehr langsamen für Nutzer unangenehmen Bereich. Und auch beim Page Speed Insights Tool bekleckert er sich überhaupt nicht mit Ruhm und rangiert im tief roten Bereich:

Eine phänomenal schlechte Website Performance

Das ist nur ein Beispiel. Nahezu in jedem Datensatz gibt einige Aussreisser, was eine Vermutung zulässt, dass das Gewicht des Rankingfaktors Page Speed und Ladezeit maximal mittelmäßig ist.

Deswegen müssen wir uns auch weiterhin an der Aussage von Maile Ohye aus dem Jahr 201o orientieren. Es gibt wohl deutlich stärkere Ranking-Faktoren als Page Speed, wie z.B. Content, Links und Trust/Autorität der Domain selbst.

 

Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Google-Ranking und der Ladezeit?

Der Korrelationskoeffizient zu dem Zusammenhang zwischen Ladezeit und Google-Ranking ist mit 0,61 bei den Top 10 Suchergebnissen eher mittel. Deshalb lässt sich ein Zusammenhang nicht ausschließen dieser scheint allerdings eher schwach zu sein.

Nach welchen Metriken sollte man aus SEO-Sicht eine Page-Speed-Optimierung vornehmen? Page Speed Punkte oder Ladezeit?

Hier werden viele Page-Speed-Optimierer aufschreien und protestieren, aber aufgrund der Ergebnisse würde ich empfehlen die Page-Speed-Optimierung mit Blick auf die Mobile-Punkte des Page-Speed-Insights-Tool durchzuführen, wenn man dadurch besser ranken möchte. Doch die Kritik an diesem Vorgehen wäre mit Blick auf die gefühlte Geschwindigkeit für den Nutzer berechtigt wie Torben Leuschner in seinem Beitrag Demystifizierung des Google PageSpeed Insights Tools bei den Kollegen von ryte erläutert:

Bis auf einen einzigen Hinweis (“Durchschnittliche Antwortzeit des Servers”) analysiert Google PageSpeed Insights keine Zeiten. Wir sprechen also über das Thema “Optimierung von Ladezeit und -geschwindigkeit” und die Zeit als wichtigste Kennzahl fällt schlichtweg unter den Tisch.

Aber mit Blick auf die Rankings scheinen diese Punkte die bessere Orientierung zu sein.

Gewichtet Google die Ladezeit/Page Speed als Rankingfaktor stärker für ein Ranking in den Top 10 Suchergebnissen?

Hier ein klares ja. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass nur für die Positionen eins bis zehn Page Speed als Rankingfaktor in Frage kommt. Zumindest sind die Korrelationen bei den Positionen 11 bis 20 so schwach im Vergleich zu den Koeffizienten bei den Top 10, dass man es vermuten kann.

Wie schnell laden Seiten im Durchschnitt und gibt es einen Schwellenwert?

Was mir bei den Datensätzen zu den unterschiedlichen Keyword-Abfragen aufgefallen ist, dass über 90% der untersuchten Websites schneller als 3 Sekunden geladen haben. Zudem liegt die Durchschnittliche Ladezeit aller Websites, die bisher bei Pingdom gemessen wurden aktuell bei 3,25 Sekunden, was sich auch mit den Aussagen von John Mueller zu schnellen Websites decken würde.

Untersuchung Einfluss Ladezeit & First Byte Time auf das Ranking (November 2014)

Unsere erste Untersuchung zum Thema Page Speed und Ranking stammt von Ende 2014. In dieser Untersuchung haben wir ähnlich der MOZ-Studie den Einfluss von der Firstbyte Time, Page Load Time und Gewicht einer Website auf das Ranking überprüft. Dazu haben wir 50 Suchanfragen aus unterschiedlichen Themenbereichen bei Google eingegeben und die Ladezeit, Firstbyte Time und Gewicht der jeweilig in den ersten zehn Suchergebnissen rankenden Websites untersucht. Nachfolgend die Ergebnisse:

Aufgesang Ladezeit Untersuchung

Aufgesang Ladezeit Untersuchung

 

Ergebnis erste Untersuchung: Nur kleiner Einfluss auf das Ranking

Unserer Page Speed Test hat ein ähnliches Bild wie bei der Studie von MOZ (siehe weiter unten) ergeben. Bis auf die Firstbyte Time scheint es keinen klaren direkten Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit bzw. Ladezeit oder Gewicht einer Website zum Ranking zu geben. Bei der Firstbyte Time lässt sich ein Zusammenhang erahnen. Dazu hat der geschätzte Kollege Michael Janssen eine eigene Untersuchung gemacht, aus dieser eher eine Firstbyte Time kleiner als 300 Ms als Empfehlung ausgibt. Diese hängt aber entscheidend von der Geschwindigkeit des Servers ab, auf der die Domain gehostet ist.

 

Weitere Studien zum Thema Ladezeit und Suchmaschinen-Ranking

Aus weiteren Studien aus den letzten Jahren wird auch klar, dass die „Geschwindigkeit“ einer Website kein wichtiges Ranking-Signal zu sein scheint. Zudem gab es 2013 eine Untersuchung von MOZ  inwiefern die Ladezeit, Response Time und die Größe einer Seite mit den Rankings bei 2000 Suchanfragen korreliert. MOZ konnte keine Korrelation zwischen der Ladezeit als auch der Größe der Website und den Rankings feststellen. Das Einzige was man als Zusammenhang zum Ranking einer Seite schwach erahnen konnte war die Response bzw. First Byte Time.

Our data shows there is no correlation between „page load time“ (either document complete or fully rendered) and ranking on Google’s search results page. This is true not only for generic searches (one or two keywords) but also for „long tail“ searches (4 or 5 keywords) as well. We did not see websites with faster page load times ranking higher than websites with slower page load times in any consistent fashion. If Page Load Time is a factor in search engine rankings, it is being lost in the noise of other factors. We had hoped to see some correlation especially for generic one- or two-word queries. Our belief was that the high competition for generic searches would make smaller factors like page speed stand out more. This was not the case.

 

Untersuchung MOZ: Ladezeit und Ranking

Untersuchung MOZ: Ladezeit und Ranking

Auch die Searchmetrics-Studie zu den Ranking-Faktoren 2015 konnte keinen Zusammenhang herstellen.

Ein Feature, welches stark technisch basiert ist, und in der Analyse aus dem vergangenen Jahr zum ersten Mal vorhanden war, ist „Sitespeed“. Dieser Faktor wurde unter der Erwartung einer deutlich positiv ausfallenden Korrelation in den Pool der Ranking-Faktoren für 2013 aufgenommen – jedoch betrug die Korrelation für diesen Wert, wie der Übersichtsgrafik mit den Veränderungenzu entnehmen ist, nahezu „null“.

Fazit: Page Speed wichtig für UX, wenig bis mittelmäßig wichtig für SEO

Google sagt es seit Jahren und unsere Untersuchung lässt es vermuten. Page Speed hat Einfluss auf das Ranking von Websites. Laut unseren Untersuchungsergebnissen insbesondere für die Top 10 der Suchergebnisse. Doch wie viel Aufwand sollte man betreiben wenn man seine Website schneller machen will? Hier muss man sich erst einmal die Frage stellen für wen ich den Aufwand betreiben will. Für die Suchmaschinen bzw. das Ranking oder damit sich der Nutzer auf der Website wohl fühlt?

Ich würde empfehlen primär immer für den Nutzer die Ladegeschwindigkeit zu optimieren. Und wer jetzt mit dem Totschlag-Argument kommt Nutzersignale auf Websites beeinflussen das Ranking, der muss mir das erst einmal mit einer eigenen Untersuchung oder Verweis auf andere Untersuchungen belegen. Es bezweifelt niemand, dass Google performante und nutzerfreundliche Websites gut findet. Aber zwischen gut finden und es in den Ranking-Algorithmus einfließen lassen besteht immer noch ein Unterschied.

John Mueller hat letztes Jahr auf meine explizite Frage nach Nutzersignalen als direktes Rankingsignal folgendes geantwortet:

Aus meiner Sicht macht es Sinn sich Nutzersignale im größeren Rahmen anzuschauen. Gerade wenn wir Algorithmen testen dann sind das Sachen wie bei jeder Website z.B. A/B-Testing machen kann, wo man sehen kann was funktioniert besser, was funktioniert weniger gut und da macht das auf jeden Fall Sinn. Wenn man das auf einzelne Seiten bezieht macht das denke ich weniger Sinn, dass man das mit einbeziehen kann.

Johns Aussage ähnelt damit auch anderen Aussagen zu diesem Thema aus dem Hause Google in der Vergangenheit.

Eine ausführliche Dokumentation aller aktuellen Google-Aussagen und mehr zu diesem Thema im Beitrag Sind Nutzersignale & Nutzerverhalten Rankingfaktor/ Rankingsignal? .

Deswegen finde die Frage immer noch berechtigt warum in der SEO-Welt in den letzten Jahren die (Lade-)geschwindigkeit einer Website immer wieder als wichtiges oder sogar sehr wichtiges Ranking-Signal genannt wird, obwohl groß angelegte Studien diese These nicht nachweisbar darstellen und auch Google selbst seit den Aussagen in 2010 das Gewicht des Rankingsignals „Geschwindigkeit“ nicht erhöht hat.

Als kritischer Beobachter und Zuhörer ein Grund mehr das Ganze immer wieder mit eigenen kleinen Untersuchungen unter die Lupe zu nehmen. Vom Gefühl her hat der Einfluss seit unserer letzten Untersuchung im Jahr 2014 zugenommen. Aber ein wichtiger Rankingfaktor? Rankingfaktor ja! Wichtig oder sogar sehr wichtig? Nein!

Das Thema wird nach meiner Meinung immer wieder so heiss in SEO-Kreisen gekocht, da es sehr technisch ist. Und gerade die technischen SEOs lieben kompliziert wirkende Lösungen, da sie somit die Wissens-Hoheit  und ihre exponierte Position bewahren können. Territorial-Sicherung sozusagen. Und SEOs lieben taktische Maßnahmen bzw. Hacks -Eine Maßnahme umsetzen und gleich direkt bessere Rankings. Doch nach meiner Erfahrung sind diese Zeiten einfach vorbei.

Zu einem ähnlich Fazit kommt auch Shaun Anderson von hobo, der nach einer eigenen Untersuchung in seinem Beitrag How Fast Should A Website Load in 2017? folgendes zusammenfasst:

Is that ranking signal and slight speed improvement justification for spending hours redeveloping your site? On its own – it was not – when you have to choose between SEO clean-up tasks, website redevelopment, content marketing or making your page more relevant in the first place.

A technical approach to improving user experience, it seems to me, wouldbegin with site speed.

A faster site should improve visitor satisfaction levels and the number of conversions, for instance. This very well might have a second-order effect on your rankings over time – as many SEO think that QUERY COMPLETION & SATISFACTION SIGNALS are significant measurements in how Google orders search engine results pages in 2017.

To be honest, I never expected faster website load times to directly improve the rankings of my website.

Dem ist nicht viel hinzuzufügen!

 

Tools zum Testen von Page Speed und Ladezeiten

An dieser Stelle bleibt festzuhalten, dass es laut Google kein Tool gibt was die Messung der Ladezeiten einer Website so abbildet wie es Google intern macht.

Aussage von John Müller aus Juli 2018 zum Thema Page Speed Tools

Dennoch gibt es einige sinnvolle Tool-Ressourcen, die man nutzen kann um Websites hinsichtlich Page Speed zu analysieren

  1. Pingdom
  2. Webpagetest.org
  3. GMetrix
  4. Uptrends Tool
  5. Googles Tool zum Testen der Mobilfreundlichkeit
  6. Google Page Speed Insights
  7. Google Lighthouse

 

Weitere Quellen zum Thema Page Speed & Ladegeschwindigkeit

http://www.hobo-web.co.uk/your-website-design-should-load-in-4-seconds/

https://seo-portal.de/pagespeed-praesentation-von-john-mueller/
https://www.seo-suedwest.de/1738-google-webseitengeschwindigkeit-mobile-friendly.html

Page Speed: Wie wichtig sind Ladezeiten als Rankingfaktor für SEO bei Google?
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Zu Olaf Kopp

Olaf Kopp ist Co-Founder, Chief Business Development Officer (CBDO) und Head of SEO der Aufgesang GmbH . Von 2012 bis 2015 war er Geschäftsführer.Als begeisterter Suchmaschinen- und Content-Marketer schreibt er für diverse Fachmagazine, u.a. t3n, Website Boosting, suchradar, Hubspot ... und war als Gastautor in diverse Buch-Veröffentlichungen involviert.Zudem engagiert sich Olaf Kopp als Dozent und Speaker für SEO und Content Marketing in Bildungseinrichtungen sowie Konferenzen wie z.B. der Hochschule Hannover, Norddeutschen Akademie, CMCx, Campixx…Er ist Mitveranstalter des SEAcamps und Moderator des Podcasts Content-Kompass auf termfrequenz.Olaf schloss 2006 sein BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing und E-Business als Diplom Kaufmann (FH) ab und beschäftigt sich seit 2005 mit Social Media Marketing, Google AdWords sowie SEO. Seit 2012 stehen digitales Branding, Content-Marketing und semantische SEO im Fokus seines Interesses.

22 Kommentare

    Jan sagt:

    Toller Beitrag!
    60 Prozent der Desktopsnutzer springen laut einer Studie von KISSmetrics ab, wenn das Laden einer Website länger als 3 Sekunden dauert. Die Ladezeit finde ich seeehr wichtig!

    ich möchte für die Tipps ganz herzlich bedanken.

    Tobias sagt:

    Hallo Olaf,

    kaum zu glauben, dass ich so eine gute Seite erst jetzt entdeckt habe.

    Vor allem die statistische Analyse finde ich klasse. Eine Korrelation von 0,9 bei der Top 10 mobile ist schon krass – hätte ich nicht gedacht.

    Hab mich auch direkt mal für den Newsletter eingetragen. Weiter so! 🙂

    Inez sagt:

    sehr interessanter Artikel, war nützlich zu lesen!

    Alexandra sagt:

    Hi Olaf,

    danke für den Artikel!

    Hab mich in den letzten Tagen mit Ladezeiten beschäftigt. Und habe den Eindruck, dass sie wichtiger werden. Zum einen hat mich Google selbst drauf aufmerksam gemacht (im Zuge eines Telefonats wegen meiner Google Ads). Zum anderen habe ich mir die Webtrends für 2018 angesehen (s. mein Blogartikel unter http://www.contentessa.at/blog) und da tauchte das Thema auch permanent auf.

    Die Nutzererfahrung wird immer wichtiger. Google kann auch die positive Nutzererfahrung immer besser bewerten. Deshalb macht es auch weniger Sinn, zwischen UX und SEO hinsichtlich der Ladezeit zu unterscheiden.

    Alexandra

      Olaf Kopp sagt:

      Hallo Alexandra, danke für deine Meinung. Was in irgendwelchen Trends steht interessiert mich schon länger nicht mehr, es sei denn es ist fundiert und nicht irgendeine Nachsagerei, was irgendwo anders auch nur gemutmaßt wird. Ich habe einige Projektseiten, bei denen dei Ladezeit bei 5-10 Sekunden liegt. Diese Seiten haben Top-Rankings im Short-Tail unveränndert schon seit Jahren. Dass Page Speed ein Rankingfaktor ist ist unbestritten und wird von Google bestätigt. Ich bin aber auch der Meinung, dass man durch die Ladezeiten-Verbesserung immer noch keine großen Rankingsprünge machen wird. Hast Du ein konkretes Beispiel bei dem eine Page Speed Verbesserung zu einem deutlichen Rankinggewinn geführt hat?

        Hi Olaf,
        danke für deine Antwort. Ich lege meinen Fokus auf die gute Nutzererfahrung und da gehört ein eine flotte Ladezeit dazu. Wenn man so wie ich letztens umsetzbare und sinnvolle Optimierungsmöglichkeiten hat, würd ich die auch machen. Dass Google alles belohnt, was den Seitenbesuchern nutzt, wissen wir – und das sollte die oberste Maxime bei den Maßnahmen sein, nicht das Ranking. Ob die Ladezeiten heuer tatsächlich wichtiger werden, werden wir im Rückblick erkennen.

          Olaf Kopp sagt:

          im Sinne der guten Nutzererfahrung zu handeln ist immer gut, völlig egal wo der Nutzer herkommt. Gerade wenn ich Traffic einkaufe sollte man darauf achten, dass dieser bestmöglich bedient wird.

    Anja sagt:

    Kenne ich zu gut! Habe auf einer meiner ersten Seiten sage und schreibe 46 Plugins installiert gehabt. Es war damals ein Free Theme (da ich noch kein Geld in die Hand nehmen wollte) und habe dann alles möglich durch Plugins ergänzt. Die Seite war so brutal langsam, selbst mit der besten Internetleitung ist da meist nichts zu machen. Habe dann irgendwann auf ein Premium Theme umgestellt und mit WP Rocket ordentlich den PageSpeed gepusht 🙂

    LG Anja

    Christian sagt:

    Ich erachte die Ladezeit einer Website als sehr wichtig. Spätestens nach dem Durchbruch der SSD-Festplatten im Bereich Webhosting, sollte heute die Ladezeit keine Probleme mehr bereiten. Seit dem ich meine Webseiten auf Webspace mit SSD Speicher hoste, haben sich die Ladezeiten meiner Seiten deutlich verbessert. Man sollte jedoch zusätzlich etwas nachhelfen und eventuell Caching nutzen und die Artikel nicht mit Bildern überladen, dann sollte es keine Probleme geben.

    Jörg sagt:

    Ich denke dass der Pagespeed sich auch indirekt auf das Ranking auswirken kann oder es sogar macht. Wenn eine Seite besonders langsam ist, dann springen sicherlich viele Besucher schnell wieder ab oder warten erst gar nicht bis die Seite ganz hochgeladen ist. Das dürfte sich sicherlich in der Bouncingrate niederschlagen, welche wiederum auch wichtig ist für das Google Ranking.

      Olaf Kopp sagt:

      Hallo Jörg, danke für Deine Ergänzung. Auf das Thema Nutzersinale bin ich ja im letzten Punkt eingegangen bzw. hab John Muellers Antwort auf meine Frage zu Nutzersignalen wie Absprungrate als direktes Rankingsignal zitiert. Natürlich würde es Sinn machen wenn Google so etwas in das Ranking mit einfliessen lässt. Allerdings gibt es weder Hinweise von Google-Seite und auch keine Untersuchungen dazu, die diese These belegen. Von daher bleibt es eine reine Vermutung ohne Beleg bzw. Stützung.

    Samuel sagt:

    Hallo Herr Kopp,

    Eine interessante Zusammenfassung zum Thema Pagespeed. Google behauptet das Nutzersignale eher unbedeutend wären und nicht in die Rankings mit einfließen. Das passt aber nicht mit dem Test zusammen den MOZ durchgeführt hatt: nachdem mehrere hundert Nutzer die gleiche Seite aufgerufen haben stieg die Seite im Ranking. Nutzersignale sind wichtig auch wenn Google etwas anderes behauptet. Ich frag mich nur warum Google sich so sehr dagegen stemmt?
    .

    Dieser Artikel sollte endlich gelösch werden, weil er nicht mehr zutreffend ist. Mittlerweile ist der PageSpeed nach den grundlegenden OnPage Richtlinien und mobilefreundlichkeit der wichtigste Rankingfaktor

      Olaf Kopp sagt:

      Hallo Andre, ich finde mit dieser Aussage lehnst Du Dich weit aus dem Fenster. Damit folgst Du der Aussage vieler gerade technischer SEOs. Aber das Aussagen von SEOs nicht immer der Realität entsprechen hat man jetzt wieder bei den Nutzersignalen gesehen, die laut John Mueller kein direkter Ranking-Faktor sind. Damit würde auch hinsichtlich Page-Speed ein Argument entkräftet, warum dieser so wichtig sein sollte. Bisher gibt es ausser bei den mobilen Suchergebnissen keine Aussage seitens Google dazu, dass Page Speed ein entscheidender direkter Rankingfaktor ist. Auch die järhlichen Korrelations-Studien von Searchmetrics und MOZ liefern keinen Beweis dafür. Deswegen finde ich die Aussage, dass Page Speed einer der wichtigsten Ranking-Faktoren ist sehr gewagt. Die wichtigsten Ranking-Faktoren laut Google sind Content, Links und Rankbrain. Und deswegen bleibt dieser Beitrag auch online 🙂

    Sebastian sagt:

    Hi, sehr interessantes Thema, das oft aus den Augen verloren wird. So war es auch bei mir. Durch eine ganze Menge Plugins wurde die meine Seite immer langsamer. Ich hatte manchmal das Gefühl sie bleibt stecken 🙂
    Dann habe ich bei meinen Plugins einmal ausgemistet und habe mir ein Tool für die Bildkomprimierung zugelegt. Danach lief die Seite deutlich flüssiger.

    VG
    Sebastian

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