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SEO-Agentur Auswahl: Abzocke vermeiden! Tipps & Checkliste

08.September 2016 - SEO (Suchmaschinenoptimierung) - Olaf Kopp

Abzocke durch unseriöse SEO-Agenturen ist immer noch ein großes Thema und präsenter denn je. Ich habe mich in der Vergangenheit sehr intensiv mit dem Thema Agentur-Auswahl für SEA und SEO beschäftigt und möchte basierend auf einigen älteren Beiträgen das Thema SEO-Agentur-Auswahl mit meinem aktuellen Erfahrungsschatz neu betrachten. Nachfolgend möchte ich typische Vorgehensweisen von SEO-Dienstleistern erläutern, die nicht immer optimal für Kunden sind und erläutern, auf was man achten sollte. Viele der aufgeführten Tipps und Hinweise kann man am SEO-Beispiel angelehnt auch für die Dienstleister-Recherche in anderen Bereichen anwenden. Unter Wie findet man eine richtig gute SEA-/ AdWords-Agentur? gibt es auch Tipps zur AdWords-Agentur-Suche.

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Vorbereitende Aufgaben

Bevor man eine Vorauswahl für mögliche SEO-Agenturen trifft, sollte man grundsätzlich herausfinden, was man möchte. Folgende Fragen gilt es zu beantworten:

  • Ist regionale Nähe wichtig?
  • Möchte man neben SEO weitere Dienstleistungen wie z.B. SEA, Webdesign, E-Mail-Marketing, App-Entwicklung… in Anspruch nehmen?
  • Soll der Schwerpunkt auf Onpage-SEO oder Offpage-SEO liegen?

Spezialist oder Full-Service? Freelancer oder Agentur?

Wer neben Suchmaschinenoptimierung noch weitere Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchte, sollte sich nach größeren Agenturen mit mehr als zwei Mitarbeitern und mehreren Kernkompetenzen umsehen. Skeptisch sollte man sein wenn ein Freelancer oder eine Agentur mit zwei bis drei Mitarbeitern ein ganzes Sortiment aus einer Vielzahl an Dienstleistungen anbietet. Auf der Website sollte auf den ersten Blick ersichtlich sein, dass die gewünschten Dienstleistungen z.B. SEO zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen. Kernkompetenzen sind Dienstleistungen, die in der Regel auf der Startseite kommuniziert werden und besonders hervorgehoben werden. Die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau wird schwer, da Agenturen eine große Anzahl an Spezialisten beschäftigen müssen, um die komplette Klaviatur aus Technik, Design, Performance-Marketing, Kreativität, Unternehmenskommunikation und Web-Analyse abzudecken. Es gibt nur wenige große Full-Service-Agenturen, die so etwas abbilden können. Arbeitet man mit mehreren Dienstleistern in verschiedenen Bereichen zusammen, macht ein Inhouse-Online-Marketing-Manager sehr viel Sinn.

Wie in meinem Beitrag Das perfekte Online- & Inbound-Marketing-Team: Eine Vision für die Zukunft!? dargestellt, bedürfen bestimmte Tätigkeitsfelder Spezialisten. Und Spezialisten können in maximal zwei Bereichen richtig gut sein, da sonst aus Spezialisten Allrounder werden, die in den jeweiligen Bereichen keine Qualitäts-Standards mehr erfüllen können. Hier einige mögliche Kombinationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • SEM-Spezialist (SEO/SEA/Web-Analyse)
  • Outbound-Online-Marketing- / E-Mail-Marketing-Spezialist (Affiliate-/Display-/E-Mail-Marketing/Web-Analyse)
  • SEA- / Conversion-Optimierungs-Spezialist (SEA/Conversion-Optimierung/Web-Analyse)
  • PR- / Social-Media-Marketing-Spezialist (PR / Social-Media-Marketing /Web-Analyse)
  • SEA- / E-Mail-Marketing-Spezialist (SEA / E-Mail-Marketing / Web-Analyse)
  • Content-Marketing– / SEO-Spezialist (Content-Marketing / SEO / Web-Analyse)
  • Content-Marketing- / Social-Media-Spezialist (Content-Marketing/Social-Media/Web-Analyse)
Das Thema Web-Analyse ist für alle Online-Marketing-Spezialisten wichtig bis sehr wichtig. Deswegen sollte der Bereich Web-Analyse von der Agentur nicht unbedingt als Kernkompetenz, aber zusätzlich mit Expertise angeboten werden. Hier könnte man auch auf die Google eigenen Analytics-Zertifikate achten. Hierbei kann man unterscheiden zwischen folgenden Zertifikaten:

Für viele SEO-Anwendungsfälle genügt ein erweitertes Web-Analyse- bzw. Google-Analytics-Grundwissen. Somit ist die Zertifizierung zum Google Analytics Partner nicht zwangsläufig notwendig.

Kleine Agenturen unter fünf Mitarbeiter sind nach meiner Meinung in der Lage maximal 3 Bereiche in gemäßer Qualität in Beratung und Umsetzung abzudecken. Einem Berater, der nur Consulting betreibt, traue ich zu 2 bis 3 Bereiche alleine professionell abzubilden. Je breiter eine Agentur aufgestellt ist, desto größer sollte die Skepsis sein, ob sie den Bereich SEO wirklich umfassend und qualitativ gut bearbeiten kann. Legt man großen Wert auf den Bereich Onpage-Analyse, ist eine bestimmte Nähe zur Technik z.B. Webdesign bzw. -entwicklung ein Vorteil. Liegt der Bereich der Offpage-Optimierung im Fokus, ist eine Nähe zum Bereich PR und Marketing von Vorteil. Möchte man nur in einen bestimmten Bereich betreut werden, sind Freelancer bzw. sehr kleine Agenturen mit ein bis zwei Mitarbeitern eine kostengünstige Alternative zu größeren Agenturen, bei denen ein hoher Fixkosten-Anteil finanziert werden muss.

Wo findet man potentielle SEO-Agenturen?

Aller Anfang ist schwer, auch bei der Auswahl einer professionellen SEO-Agentur. Wenn man sich vorab noch nicht mit dem Thema SEO beschäftigt hat, fällt es oft schwer eine Agentur-Recherche zu beginnen. Es gibt einige Branchenverzeichnisse und Listen bei denen man die Agentur-Suche beginnen kann:

Diese Listen und Verzeichnisse sind allerdings kein Garant für Vollständigkeit und auch nicht für Qualität, denn die Aufnahme erfolgt gegen Geld bzw. wenn es andere Aufnahme-Kriterien gibt, befinden diese sich knapp über der Grasnarbe. Man findet hier auch den einen oder anderen fragwürdigen Agentur-Eintrag in diesen Listen.
Natürlich kann man auch nach Begriffen wie z.B.  „SEO Agentur“, „SEO Dienstleister“ oder „SEO Firma“ bei Google suchen oder man ist bei der Recherche nach anderen SEO-relevanten Begriffen auf eine Agentur gestoßen. Wenn die örtliche Nähe relevant ist in Kombination mit dem jeweiligen Ort. Agenturen die hier auf der ersten Suchergebnisseite stehen scheinen es zumindest zu verstehen ihre Website auf die eigenen wichtigen Keywords ranken zu lassen. Das ist  allerdings auch eher ein schwaches erstes Bewertungskriterium, da Agenturen damit nur beweisen, dass sie es für sich selbst verstehen.
Der beste Ansatz für eine Vorauswahl geeigneter Agenturen sind Empfehlungen von vertrauenswürdigen Personen aus dem direkten Umfeld, die objektiv ihre Empfehlung aus der Praxis bewerten können. Hat man in seinem direktem Umfeld keine Personen, die dazu in der Lage sind, gebe es noch die Möglichkeit in benachbarten Branchen einige Top-Rankings von Unternehmen zu untersuchen und diese mit der Frage zu kontaktieren, ob sie mit einem SEO-Dienstleister zusammenarbeiten und wenn ja mit welchem.
Bei Kaltakquise-Kontakten durch SEO-Agenturen ist Skepsis geboten. Oft haben solche Agenturen einen großen Fokus auf den Vertrieb, oft zulasten der fachlichen Betreuung nach Vertragsabschluss bzw. nicht ausreichendem SEO-Know-Hows. Ich bin kein Freund von Pauschalisierungen, aber gerade im Bereich Online-Marketing ist ein Fokus auf Push-Werbung und Vertrieb ein sehr auftragsgetriebener Ansatz, der oft mit Masse statt Klasse einhergeht. Masse kann zwei Dinge zur Folge haben:
  1. Pro Berater werden sehr viele Kunden „verarztet“. Als sehr viel würde ich > 15 bis 20 Kunden pro Berater bezeichnen.
  2. Bei einem sehr vertriebsorientierten Geschäftsmodell kommt es oft zwischen den Vertriebsmitarbeitern und zuständigen Beratern zu Interessens- bzw. Zielkonflikten. Der Vertriebsmitarbeiter wird meistens auch provisioniert vergütet und ist deswegen sehr auftragsorientiert. Ein guter Berater sollte kundenorientiert handeln und zum Wohle der bestehenden als auch anfragenden Kunden auch Aufträge ablehnen können.
Ich bin deswegen kein Freund von vertriebsgesteuerten Geschäftsmodellen in der Online-Marketing-Branche, insbesondere dann, wenn es um Beratung geht. Gute Agenturen leben von ihrer Reputation, Empfehlungsmarketing und nicht zuletzt von den Inhalten, die sie publizieren (Stichwort: Content-Marketing ). Die meisten guten Agenturen haben es arrogant gesagt nicht nötig den Fokus im Vertrieb zu setzen, es sei denn, sie haben eine bestimmte Größe und entsprechenden monatlichen Fixkostenanteil zu berücksichtigen.
Mit diesem Thema hat sich Martin Witte am Beispiel der Web AG ausführlich auseinandergesetzt. (Siehe Die WebAG: Kaltaquise, Abzocke oder nur ein Irrtum? )

Wie bewertet man potentielle SEO-Dienstleister?

Hat man eine Vorauswahl getroffen, geht es darum diese einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu muss man nicht gleich Kontakt aufnehmen, sondern man kann sich über die Agentur-Website selbst oft viele Vorabinformationen besorgen und einen ersten Eindruck verschaffen. Dabei sollte man weniger auf oberflächliche Eindrücke wie Design achten. Alle der folgenden aufgeführten Beispiele, wie fragwürdige SEO-Agenturen arbeiten, habe ich mir nicht ausgedacht, sondern sind mir in den letzten Jahren bei Recherchen im Netz über den Weg gelaufen. Es gibt es wirklich! Für wichtiger halte ich folgende Punkte:

SEO-Grundwissen aneignen

Bereits in meinem Beitrag im Inside AdWords Blog habe ich auf die Wichtigkeit hingewiesen sich selber über Suchmaschinenmarketing zu informieren. Das Lesen von Suchmaschinenmarketing Literatur und SEO bzw. SEM-Blogs ist dafür unumgänglich. Die Einstellung, sich selber nicht mit SEM bzw. SEO beschäftigen zu müssen, da man es ja eh outsourcen möchte, ist die beste Voraussetzung für einen Fehltritt bei der SEO-Agentur-Auswahl. Grundvoraussetzung dafür nicht an eine unprofessionelle SEO-Agentur zu geraten ist SEO-Grundwissen. Zudem hilft einem das erworbene Wissen die Arbeit der SEO-Agentur nach Auftragsvergabe zu kontrollieren.

Sichtbarkeit der Agentur selbst

Hat man Zugang auf ein SEO-Tool wie z.B. Searchmetrics, Sistrix oder XOVI kann man sich einen ersten Eindruck darüber machen, wie sich die Sichtbarkeit der Agenturen mit der Zeit entwickelt haben. Wichtiger noch ist das Augenmerk auf mögliche Abstrafungen, wie im folgenden Beispiel. Das Gleiche gilt auch für genannte Kunden- und Projekt-Referenzen.

Hier scheinen die Kollegen so arglos mit der eigenen Agentur-Website umgegangen zu sein, dass sie nach einem kurzen Höhenflug einen Penalty verpasst bekommen haben. So eine Agentur wird auch mit den Kunden-Websites nicht besser umgegangen sein.

Referenzen

Referenzen sind schön, aber man sollte immer nachfragen in welchen Bereichen man mit den referenzierten Unternehmen zusammenarbeitet oder gearbeitet hat. Gerne werden hier auch Referenzen aus benachbarten Agenturbereichen oder z.B. Mutter- bzw- Töchterunternehmen angegeben, die erst einmal gar nichts mit den angefragten SEO-Dienstleistungen zu tun haben. Man kann über das Ranking einiger Agentur-Referenzprojekte zu bestimmten Suchbegriffen herausfinden, ob die Agentur ihre Arbeit versteht. SEO-Projekte und deren Rankings sind mit Vorsicht zu bewerten, da man nicht immer auf den ersten Blick sieht, wie man es zu diesen Rankings geschafft hat bzw. wie nachhaltig gearbeitet wurde. Eine gute Möglichkeit, um die Validität der Referenzen zu prüfen, ist diese zu kontaktieren und nach einem Feedback zur Arbeit der jeweiligen Agentur zu fragen.

Wird von der Agentur z.B. das Projekt “www.schuhe-selber- machen.de” als Referenz für ein Top Ranking für den Begriff “schuhe selber machen” genannt, sollte man kritisch sein, denn sogenannte Keyword-Domains sind meistens einfacher zu ranken, es sei denn der Wettbewerb ist besonders hart. Also meistens kein wirklicher Nachweis der SEO-Fähigkeiten einer Agentur.

Darüber wie hart der Wettbewerb ist, kann man sich schnell einen Überblick über die Anzahl der indexierten Seiten machen. Sind nur einige hundert oder tausend Seiten im Google-Index vorhanden ist dies i.d.R. ein Indiz dafür, dass die Optimierung dieser Domain keine besondere SEO-Meisterleistung war.

Und wenn man sich mit den Referenzprojekten der Agentur beschäftigt, kann man sich auch einen ersten Eindruck über die Qualität der Backlinkprofile machen. Einfach bei Google “link:http://www.domain.com”  eingeben. So bekommt man ohne den Einsatz eines kostenpflichtigen Profi-SEO-Tools einen ersten Eindruck zu den von der Agentur generierten Backlinks. Ist es ein Kunden-Referenzprojekt oder die eigene Agentur-Seite, die dort verlinkt wurde, sollten die Links eine gewisse Qualität haben. Sprich überwiegende Backlinks von z.B. Blogkommentaren und offensichtlichem Spam weisen auf keine besonders durchdachte Linkaufbau-Strategie hin und können sogar dem Ansehen schaden.

 

Größe und Renommee der Agentur

Die Größe und der Name der SEO-Agentur scheinen oft neben den Referenzen ein entscheidendes Auswahlkriterium zu sein. Ich halte diese Informationen oft für überbewertet. Die Größe der Agentur sagt erstmal nur aus, dass sie groß ist. Das kann aber auch nur alleine in einer großen Vertriebs-Mannschaft begründet sein und wir haben gelernt, dass das eher etwas über Quantität als Qualität aussagt. Deshalb sollte man sich immer fragen, warum die Agentur so groß geworden ist. Vielleicht ist die Agentur einfach nur eine hervorragende Werbeagentur oder hat einen professionellen Vertrieb, ein gutes Netzwerk…

Im puncto Größe machen sich manche Agenturen auch größer als sie sind. Oft versuchen diese Agenturen auch eine Größe vorzuspielen, indem sie diverse Head-of-Titel vergeben. Diese Abteilungen umfassen aber in Wirklichkeit nur ein bis zwei Mitarbeiter. Besteht ein Agentur-Team zu mehr als 30% aus Head ofs ist das meistens der Fall.

Im obigen Beispiel von Martin Witte haben Agenturen sogar Fake-Mitarbeiter als Ansprechpartner erschaffen, denen mit Hilfe von iStock-Fotos ein visuelles Bild gegeben wurde. Hier kann man das Bild des angeblichen Mitarbeiters in der Google-Bilder-Suche hochladen, um darüber herauszufinden ob es sich um ein noch woanders verwendetes Bilderdatenbank-Foto handelt.

Auch das Alter und Renommee einer SEO-Agentur sagt nicht viel über die Qualität der Arbeit aus. Diese Agenturen haben oft eine bestimmte Größe erreicht. Dadurch kann es sein, dass sie sind wie alte Schiffe, die aufgrund eingefahrener Strukturen wenig innovativ und unflexibel geworden sind. Hier wird gerne noch nach Methoden von vor 10 Jahren gearbeitet, ungeachtet der Entwicklungen die inzwischen bie Google & Co. stattgefunden haben.

Fragen stellen

Die SEO-Agentur- Angebote werden sich außer über den Preis meistens nicht wesentlich unterscheiden. Jeder wird versuchen sich im besten Licht zu präsentieren. Die Fallen lauern oft im Kleingedruckten. Zu den vertraglichen Fallstricken weiter unten mehr. Der Preis sollte nicht das erste Auswahlkriterium sein, da es oft die unprofessionellen Agenturen sind, die mit Dumping Preisen versuchen neue Kunden in Masse zu gewinnen. Durch Hinterfragen können Sie der Agentur auf den Zahn fühlen. Voraussetzung ist das bereits angesprochene vorhandene Grundwissen. Bei der Beantwortung der Fragen sollte man das Gefühl haben, dass der Ansprechpartner sein Handwerk versteht. Spricht man offensichtlich mit einem reinen Sales-Mitarbeiter oder Call-Center-Agent sollte man darum Bitten die Fragen von einem Berater beantwortet zu bekommen. Dieser sollten dann die Fragen ehrlich und transparent ohne Umschweife direkt beantworten können. Bei einer sogenannten Erstberatung können auch kritische Töne ein Indiz für die Qualität einer Agentur sein. Aussagen wie „ja natürlich können wir das“ oder „wir machen alles was Sie wollen“ sollten skeptisch machen.

Online Reputation und Auftreten

Es gibt schon einige Dienstleister am Markt, die sich durch ihre Arbeitsweise ihre Online Reputation versaut haben. So sollte man den Agenturnamen einfach mal bei Google eingeben und wenn dann Google selbst in Ihrer Suggest Funktion den Agenturnamen in Verbindung mit negativen Begriffen wie “Betrug” oder “Abzocke” vorschlägt, muss da in der Vergangenheit in die Richtung schon einiges passiert sein. Zudem wird man auch schnell auf Diskussionen in Foren und Blogs stoßen, wenn die Agentur schon öfters durch Ihre fragwürdige Arbeitsweise aufgefallen ist. Das sind dann die besonders harten Abzock-Fälle. Ich denke einige von den Kollegen, die schon länger im Bereich der Suchmaschinenoptimierung tätig sind wissen, welche Kollegen hier gemeint sind.

Diese SEO-Agenturen versuchen dann die Reputationsschädigenden Suchergebnisse von den ersten Suchergebnisseiten zu verdrängen, indem sie Pressemitteilungen, eigen Social-Media-Profile und Domains schaffen, die auf die Suchbegriffs-Kombination „Firma + Erfahrung“ optimiert sind. Somit können dann die schlechten Bewertungen und Diskussionen weiter nach hinten verdrängt werden. Deswegen lohnt sich immer auch ein Blick nicht nur auf die ersten zwei Suchergebnisseiten.

Das Auftreten einer Agentur ist Geschmackssache. Transparenz auf der Website über die Arbeitsweise ist dennoch sehr wichtig. Gute Agenturen gehen sehr offen mit Informationen um und weisen dezent auf Ihre Stärken hin. Es gibt einige kleine Hinweise, die darauf hinweisen, dass die jeweilige Agentur etwas verstecken oder etwas vorspielen möchte:

  • Manche Agenturen neigen gerne dazu sich größer zu machen als sie sind. Das erkennt man z.B. an einem Blick auf die Unterseite zum Team oder Mitarbeiter. Sucht man einige der Mitarbeiter dann bei Google oder direkt bei xing findet man sie nicht bzw. sie geben an woanders zu arbeiten. Auch wenn diese Mitarbeiter externe Freelancer sind, sollte man es auch so kommunizieren.
  • IStock Siegel: Agenturen, die nur wenig vorzuweisen haben, bauen sich eigene Siegel mit Hilfe von IStock Grafiken, die Claims beinhalten wie 100% Kundenzufriedenheit, Top Dienstleister … Es gibt sogar Fälle in denen Agenturen eigene Bewertungsportale und Siegel entwerfen, um Vertrauen künstlich zu erzeugen. Hier sollte man lieber zweimal hinsehen. Sieht man ein Siegel zum ersten Mal auf der Website der Agentur hilft es den Urheber und deren Website aufzurufen. Dort ein Blick ins Impressum kann die eine oder andere Überraschung bringen.
  • Eine Omnipräsenz von vertrauensbildenden Elementen wie Kundenstimmen etc. kann auf ein erhöhtes Bedürfnis hinweisen ein schlechtes Gewissen zu verdecken.

Die Trick-Kiste von Agenturen, die Ihre Online Reputation verspielt haben, ist groß. So werden, sobald der Markenname beschädigt ist Tochterunternehmen bzw. -Marken mit „weißer Weste“ gegründet. Insbesondere eine bereits netzweit bekannte AG lässt sich exemplarisch nennen. Sie hat derzeit mehrere Tochtermarken parallel in „Vertrieb“. Oft ist der Mutterkonzern im Impressum eingetragen. Deswegen sollte man auch die Reputation verwandter Unternehmen recherchieren.  Um die erste Suchergebnisseite „sauber“ zu halten was Kritik angeht wird oft mit eigenen Domains, Social-Media-Profilen, Branchenbucheinträgen etc. versucht die negativen Stimmen zu verdrängen. Hier werden auch gerne Google Suggest-Vorschläge aufgenommen, um einfacher zu rankende Keyword-Domains wie z.B. firma+erfahrung.de zu platzieren die SERPs mit eigenem Content zu dominieren. Deshalb sollte man die Recherche nicht nur auf die erste oder zweite Suchergebnisseite beschränken. Auf den nachfolgenden Suchergebnisseite stößt man dann gerne mal auf die eine oder andere Information zur Agentur.

Agenturen, die sich einen schlechten Ruf erarbeitet haben, pflegen i.d.R. auch gute Kontakte zu Anwälten bzw. haben sich eine eigene Rechtsabteilung zugelegt, die damit beschäftigt sind negative Stimmen bei Foren, Blogs etc. abzumahnen und auf Entfernung zu drängen. Das klingt alles recht abenteuerlich, aber es ist leider gängige Praxis. Hier gilt es zwischen den Zeilen und Zeichen zu lesen und bei einer Vorahnung den Stimmgeber persönlich zu kontaktieren.

Publikationen

Für eines der wichtigsten Bewertungskriterien für einen Dienstleister halte ich Engagement in Form von Vorträgen, Workshops und Fachbeiträgen. Findet man immer wieder Expertise im Netz und/oder Print-Magazinen zeigt es, dass man sich mit der Materie beschäftigt und dass die Agentur bzw. Mitarbeiter bereit sind sich offen dem Wettbewerb zu stellen. Dieses Bewertungskriterium kann aber auch zu falschen Interpretationen führen. Wenn z.B. immer nur eine Person z.B. der Geschäftsführer für diese Art von Beiträgen verantwortlich  ist, muss gerade bei großen Agenturen kritisch hinterfragt werden, ob die am operativen Geschäft beteiligten Mitarbeiter über ein ähnliches Know-How bzw. fachliche Fähigkeiten verfügen. Teilweise kann hier auch eine große Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis vorliegen, da die Galionsfigur der Agentur theoretisch sehr kompetent ist, aber in der operativen Umsetzung die Sache ganz anders aussieht. Das sind aber alles leider Punkte, die man erst in der Praxis beurteilen kann. Deswegen sind kurze Vertragslaufzeiten von Vorteil.

 

Vertragliches

Es gibt einige Punkte die im Vertrag festgehalten werden sollten und besonders im Kleingedruckten sollte man ganz genau hinsehen.

Keine langen Vertragslaufzeiten

Lange Vertragslaufzeiten sollten wenn überhaupt erst nach einer Testphase eingegangen werden. Testphasen sollten im SEO-Bereich nicht länger als 6 Monate sein. In dieser Zeit kann man sich von der Qualität der Agentur-Arbeit überzeugen, ohne sich unnötig lange zu binden.

Abhängigkeiten und Risiken beim Linkaufbau vermeiden

Im SEA bzw. AdWords Bereich ist es eine beliebte aber äußerst unseriöse Weise die Konten unter dem Namen der AdWords-Agentur einzurichten. So gehört das AdWords Konto der Agentur und Sie haben nach Vertragsende keinen Zugriff mehr auf Ihr Konto. Ich empfehle deswegen das AdWords Konto selbst anzulegen und der Agentur den Zugriff über ein sogenanntes MCC Kundencenter zu ermöglichen. So haben Sie es selber in der Hand, wie lange die Agentur Zugriff auf Ihr Konto hat.

Wenn Sie im SEO Bereich eine Agentur mit Linkaufbau beauftragen, sollten Sie sich erkundigen, ob durch eventuelle Linkmieten eine dauernde Abhängigkeit erzeugt wird oder die Links auch nach der Zusammenarbeit bestehen bleiben. Linkmiete ist genauso wie der Linkkauf eine Art des Linkaufbaus, die man dezent eingesetzt nutzen kann und es arbeiten ein Großteil der SEO-Agenturen immer noch nach diesem Prinzip. Wenn es gut gemacht ist funktioniert diese Form des Linkaufbaus auch noch, ohne das Google davon etwas mitbekommt. Zukunftsorientiert und nachhaltig ist es dennoch nicht. Linkmiete ist von diesen sogenannten Black-Hat-Methoden ungünstig, weil dadurch neben dem Penalty-Risiko auch Abhängigkeiten geschaffen werden. Der Linkaufbau über sogenannte Linknetzwerke ist in der heutigen Zeit ein No Go und sollte ausgeschlossen werden.

Wie bereits im Beitrag Quo Vadis Linkaufbau? PR, Marketing oder doch SEO? beschrieben, sollte man auf ein möglichst große Diversität der Art und Weise wie Links durch die Agentur aufgebaut werden geachtet werden um Risiken zu vermeiden. Hier sollte bei der Agentur nachgefragt werden wie die Links aufgebaut werden. Der Black-Hat-Anteil sollte so überschaubar wie möglich gehalten werden. Im Vertrag sollte festgehalten sein auf welche Arten und Weise Links aufgebaut werden und was mit diesen nach Vertragsende geschieht. Da niemand weiß wohin sich Google entwickelt und wie sich zukünftiger Linkaufbau entwickelt, macht eine zumindest parallele Orientierung in Richtung Content-Marketing Sinn, um auf Nummer sicher zu gehen.

Onpage-Optimierung immer am eigenen Projekt

Manche SEO-Agenturen arbeiten gerne so, dass sie die Kundenprojekte spiegeln, auf eigene Domains platzieren und an diesen Projekten die Onpage-Optimierung vornehmen. Achten Sie darauf, dass Maßnahmen auch an Ihrer eigenen Website durchgeführt werden, sonst machen Sie sich abhängig und investieren nicht in Ihre eigene Website.

 

SEO-Zertifikate

Das SEO-Zertifikat des BVDW ist das zweite offizielle SEO-Zertifikat im Bunde. Allerdings ist es wie beim SEA-Zertifikat des BVDW aus  Gründen nur bedingt für die Bewertung einer SEO Agentur zu nutzen und sollte nicht als Ausschlusskriterium herangezogen werden, wenn es nicht vorhanden ist. Das BVDW-Zertifikat muss sich den Vorwurf gefallen lassen, gekauft zu sein. Dort müssen Nicht-BVDW-Mitglieder einen Betrag von 2500 € pro Jahr bezahlen. Folgende Unterlagen müssen eingereicht werden:

  • Unterschriebene Guidelines für seriöse Suchmaschinenoptimierung der Unit Search
  • Nachweis Testat vom Steuerberater über den jährlichen SEO-Honorarumsatz
  • Angabe vom mindestens drei Kundenprojekten inkl. URL und Beschreibung der Optimierungsmaßnahme in der Präsentationsvorlage
  • Kopie des Handelsregistereintrages
  • Nachweis über SEO-Auftrag aus dem vorletzten, abgeschlossenen Geschäftsjahr
  • Auszug aus der Stellenbeschreibung und ggf. weiterer Mitarbeiterqualifikationen der aufgeführten Mitarbeiter
  • Angabe vom mindestens fünf Kunden inkl. Kontaktmöglichkeit für die unabhängige Kundenbefragung
  • Nachweis von Fachartikeln und Ankündigung oder Berichterstattung zu Fachvorträgen sowie Workshops (Kopie, gültige URL)
Inwiefern das ausreicht um, schwarze Schafe ausschließen zu können, bleibt zu hinterfragen. Mehr Informationen dazu beim BVDW: http://www.bvdw.org/zertifikate/seo-qualitaetszertifikat.html
Kritische Töne zu diesem Zertifikat findet man u.a. hier:
SEO-ZertifikateDie beiden inoffiziellen Siegel werden von seounited und von iBusiness zur Verfügung gestellt. SEOunited macht in regelmäßigen Abständen Umfragen darüber welche Agenturen zu empfehlen sind. Diese Umfragen lassen sich ziemlich einfach manipulieren. Voraussetzung ist ein kostenloser Eintrag im bereits erwähnten seounited Agentur Verzeichnis und Empfehlungen als Agentur Tipp in unbekannter Anzahl.
Ähnlich tief ist die Grasnarbe beim iBusiness Top 100 SEO Dienstleister Siegel von iBusiness aufgehangen. Hier wird sich an der Sichtbarkeit der angemeldeten Agenturen nach dem Sistrix Sichtbarkeitsindex orientiert. Verwunderlich, da einige der gelisteten Agenturen einen Sichtbarkeitsindex von 0,0 vorweisen  Dabei sind aber auch etliche SEO-Agenturen, die ich in puncto Seriosität in Frage stellen würde. Namen werde ich aus bekanntem Abmahnrisiko hier nicht erwähnen. Das gilt im Übrigen auch für einige wenige Agenturen die mit Siegeln des BVDW geschmückt sind.

Google bietet keine Zertifikat für SEO-Agenturen an

google-partner-RGB-search-mobile-disp-shop-e1468227894630Manche SEO-Dienstleister werben im SEO-Kontext damit, dass sie Google zertifiziert oder Google-Partner sind. Es gibt kein offizielles Google-Zertifikat für Suchmaschinenoptimierung.  Eine Übersicht über alle Google-Zertifikate haben wir in dem Beitrag Alle Google Zertifikate in der Übersicht zusammen getragen. Anzeigen und Aussagen wie im folgenden Beispiel können schnell in die Irre führen und sind nicht seriös:

Beispiel: Facebook-Anzeige einer SEO-Agentur

Beispiel: Facebook-Anzeige einer SEO-Agentur

Beispiel Seitentitel einer SEO-Agentur

Beispiel: Seitentitel einer SEO-Agentur

 

Aussagen bei denen Sie skeptisch werden sollten:

Bei folgenden Aussagen in Gesprächen oder auf der Agentur-Website sollten sie kritisch sein:

  • Wir bringen Sie bei Google auf Platz eins
  • Wir garantieren Ihnen Platz 1-3 bei Google
  • Wir sind Google zertifiziert (in Kontext mit SEO-Dienstleistungen)
  • Wir sorgen mit den Meta Tags dafür, dass Sie auf Top Positionen ranken
  • Wir sorgen dafür, dass Sie unter Ihrem Firmennamen/Domainnamen auf Platz eins stehen
  • Wir tragen Ihre Website in die Suchmaschinen ein
  • Wir kennen wen bei Google
  • Wir arbeiten eng mit Google zusammen und sind daher immer auf dem neuesten Stand was SEO und AdWords angeht
  • Durch das Schalten von AdWords rankt Ihre Website besser
  • Wir  garantieren Ihnen so und so viele Besucher zusätzlich
  • Wir sind eigentlich eine Webdesign Agentur, aber bieten auch SEO, SEM und Online Marketing an
  • Wir installieren die Suchmaschinenoptimierung.
  • Wir verfügen über ein großes Netzwerk von (eigenen) Websites über die der Linkaufbau betrieben wird.

Abschließend ist zu sagen, dass Enttäuschungen nicht immer mir der Qualität der Agentur zusammenhängen müssen und deswegen nicht 100% vermieden werden können. Auch zu Anfang nicht klar geäußerte Ziele und Wünsche oder einfach die Unterschätzung des Aufwands und der Komplexitäts des Themas SEO können schnell zu Enttäuschung führen. Aber zumindest sollte das Risiko auf einen unseriösen Anbieter hereinzufallen reduziert werden. Lassen Sie sich auch nicht von Äußerlichkeiten wie das Auftreten von Vertriebsmitarbeitern, der Anzug- oder Automarke mit der dieser vorfährt oder dem Agenturgebäude blenden. Das alles sagt erstmal nur aus, dass die Agentur wohl nicht schlecht verdient. Über die Leistung und Qualität der Arbeit sagt dies nichts aus. Gerade bei AdWords und SEO kommt es umso mehr auf die fachlichen Fähigkeiten an.

Wenn Sie sich nicht sicher sind oder ein ungutes Gefühl haben, konsultieren Sie zusätzlich jemanden, der sich mit Suchmaschinenmarketing auskennt, unabhängig ist und Sie bei der Auswahl unterstützt. Abschließend haben wir noch eine Checkliste für die SEO-Agentur-Auswahl erstellt.

Was sagt Google zum Thema Auswahl einer SEO-Agentur?

Google selbst weist hier auf unlautere Machenschaften und Fragestellungen, die man einem potentiellen SEO-Dienstleister stellen sollte, hin. So z.B.

  • Haben Sie Referenzen, die Sie mir zeigen können?

  • Halten Sie sich an die Google-Richtlinien für Webmaster?

  • Bieten Sie als Ergänzung zu Ihrem Geschäft mit indexbasierten Suchvorgängen auch Services oder Beratung für Onlinemarketing an?

  • Welche Ergebnisse erwarten Sie in welchem Zeitraum? Wie messen Sie Ihren Erfolg?

  • Welche Erfahrung haben Sie in meiner Branche?

  • Welche Erfahrung haben Sie in meinem Land bzw. meiner Stadt?

  • Welche Erfahrung haben Sie mit der Entwicklung internationaler Websites?

  • Welches sind Ihre wichtigsten SEO-Methoden?

  • Wie lange sind Sie bereits im Geschäft?

  • Wie kann ich mit Ihnen kommunizieren? Werden Sie mich über alle an meiner Website vorgenommenen Änderungen informieren und mir Ihre Empfehlungen umfassend begründen?

 

Checkliste zur Agentur Auswahl

Die von uns erstellte Checkliste kann zur freien Verwendung als offenes Excel Dokument heruntergeladen und individuell ergänzt und weiter entwickelt werden. Tragen Sie nach der Recherche auf der Website und nach einem ersten Gespräch in der Spalte Check ein kleines Kreuz ein wenn zutreffend. Wenn nicht lassen Sie die Zelle frei. Wir haben für jedes Kriterium zur Gewichtung eine Punktzahl zwischen -5 und +5 hinterlegt. Aufgrund der Gesamtpunktzahl können.

SEO-Agentur-Auswahl-Checkliste

SEO-Agentur-Checkliste mit Klick auf den Download kostenlos downloaden!

Viel Erfolg bei der Suche nach Ihrer SEO-Agentur!

Hier weitere Beiträge zum Thema: 

Tipps direkt von Google zu dem Thema 

Ein Artikel über SEO-Abzocke, Unfähigkeit und unseriöse Methoden

Wie findet man eine gute SEO Agentur?

Tipps zur Suche nach einer professionellen Adwords Agentur Teil 1

Tipps zur Suche nach einer professionellen Adwords Agentur Teil 2

 

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SEO-Agentur Auswahl: Abzocke vermeiden! Tipps & Checkliste
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Zu Olaf Kopp

Olaf Kopp ist Co-Founder, Gesellschafter und Head of SEO der Aufgesang Inbound Marketing GmbH. Er blickt auf drei Jahre Erfahrung als Geschäftsführer der Online-Marketing-Unit der Aufgesang Agenturgruppe zurück.Er ist begeisterter Suchmaschinen- und Content-Marketer. Als Blogger schreibt er für diverse Fachmagazine, u.a. t3n, WebsiteBoosting, suchradar, Hubspot … Zudem engagiert sich Olaf Kopp als Dozent und Speaker für SEO, Google-Analytics und Content Marketing in Bildungseinrichtungen wie z.B. der Hochschule Hannover, Norddeutschen Akademie und IHK Hannover. Er ist Autor des E-Books “AdWords- Optimierung” und Mitveranstalter des SEAcamps in Jena. Olaf schloss 2006 sein BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing und E-Business als Diplom Kaufmann (FH) ab und beschäftigt sich seit 2005 mit Social Media Marketing, Google AdWords sowie SEO. Seit 2012 stehen digitales Branding, Content- und Inbound-Marketing im Fokus seines Interesses.
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22 Antworten zu “SEO-Agentur Auswahl: Abzocke vermeiden! Tipps & Checkliste”

  1. Johannes sagt:

    Achtung bei einer Firma die als Google Partner Deutschland anruft und sehr aggressiv am telefon ungefähr folgendes Verspricht:
    – Wir sind von google, haben die Aufgabe aus jeder Branche eine Firma auszuwählen, die auf Platz 1 positioniert wird.

    Auf Nachfrage wie die Firma heißt, ob sie eine Website haben, etc, weichen sie dauerhaft aus und wollen einen vor Ort Termin,

  2. Olaf Kopp sagt:

    Die Art und Weise wie diese Agentur Ihre Dienstleitungen bewirbt ist fragwürdig. Zu den Dienstleistungen selbst kann ich nichts sagen.

    • Alexander sagt:

      Hallo Martin,

      ich kann Dir zu der Firma auch nicht wirklich etwas 100%iges sagen allerdings würde ich Olaf zustimmen das die Bewerbung der Dienstleistungen hier und da fragwürdig ist. Ich habe aktuell einen Kunden der einen Online Shop betreibt der vom Penguin 1.0 Update betroffen ist. Der Kunde hat in den letzten 4 Jahren einige der sogenannten Top Agenturen durch und keine ich betone keine hat es geschafft die Seite (eine seriöse Seite im Bereich Elektronik) wieder fit zu kriegen. Es wurde am Anfang groß getönt: „Kein Problem in 3 Monaten sind Sie wieder aus der Penalty raus!“. Am Ende hatte der Kunde teure Jahresverträge am Hals, hat tausende Euro versenkt und die Seite hat sich immer noch nicht erholt. Ich möchte hier keine Namen nennen aber es waren Agenturen dabei, die auf den vorderen Plätzen der bekannten Agenturlisten stehen. Daher kann ich Dir nur empfehlen – richte Dich nach Olafs Ausführungen um eine gute Agentur zu finden. Dann kannst du schon einige ausschließen. Ich gebe Dir noch den Tipp lass Dich nicht für lange Laufzeiten an die Agentur binden auch wenn SEO seine Kraft erst über die Zeit entfalten kann, so kannst du aber bei Problemen mit der Agentur problemlos wechseln.

  3. Florian sagt:

    Vielen Dank für diesen informativen Artikel. Eine SEO Agentur sollte immer gut ausgewählt sein. Es hilft schon auf die Referenzen zu schauen. Bietet eine SEO Agentur keine Referenzen, sollte man vorsichtig sein.

  4. Jürg sagt:

    hallo olaf

    besten dank für deinen guten artikel.

    was empfiehlst du einem schweizer? ist es wichtig, das eine schweizer firma, welche praktisch ausschliesslich kunden aus dem eigenen land hat, eine inländische seo agentur auswählt? ich frage mich insbesondere, ob das kundenspezifische suchverhalten auch von einer ausländischen agentur erfasst werden kann.

    merci
    jürg

    • Olaf Kopp sagt:

      Hi Jürg, wie wichtig die örtliche Nähe dabei ist würde ich u.a. davon abhängig machen wie viele Parteien wie z.B. Marketing, PR, IT, Webdesign, Texter etc. an dem Projekt beteiligt sind. Je mehr Parteien dabei sind desto wichtiger sind regelmäßige Meetings, die man theoretisch auch über skype, telefon etc. machen könnte. Aber so real zusammensitzen tut auch mal ganz gut.

  5. Markus sagt:

    Die Referenten der AFS Akademie zählen zur TOP SEO Szene im deutschsprachigen Raum. Wenn jetzt hier aber nur dieses Zertifikat vollwertig in eine Bewertung bei der SEO-Agentur-Auswahl einzubeziehen ist bzw. in der Checkliste mit einer Punktewertung von 3 auch tatsächlich dreimal stärker gewichtet wird als ein IBusiness oder SEO United Siegel, erscheint mir dies übertrieben.

    Letztlich bewerten doch viele der dort aufgeführten Referenten auch bei SEO United, ähnlich wie der IBusiness Verlag, die praktische Umsetzung des Erlernten und die tatsächlich erzielten Ergebnisse.

    Grüße

    Markus

  6. Miladin sagt:

    Hallo Olaf,

    gute Arbeit – Punkt.

    Ich selbst habe mich in einer vertriebsorientierten Agentur vom „Techniker“ ins mittlere Management hochgearbeitet – und dann den Verlängerungsvertrag ausgeschlagen.

    Ohne Worte…

    Gruß
    Miladin

  7. […] SEO-Agentur Auswahl: Checkliste zum Download – Abzocke durch unseriöse SEO-Agenturen ist immer noch ein großes Thema und präsenter denn je. So widmete die aktuelle Website-Boosting sogar diesem Problem das Titelthema. Weiter… […]

  8. Jens sagt:

    Sehr ausführlicher Artikel – Ich würde das sogar auf Personenebene herunterbrechen. Es gibt viele Online Agenturen die Ihren Job gut machen, aber zum Schluss hat man es meistens nur mit einer Person zu tun.
    Dafür müsste es eigentlich eine Checkliste geben.

    @Felix: Die örtliche Nähe empfinde ich bei kleinen und mittelständischen Unternehmen als großen Vorteil. Alleine was die Mentalität betrifft.

  9. Gretus sagt:

    Hi Olaf,

    sehr guter Artikel zum Thema SEO-Agentur Auswahl, danke auch für die Erwähnung unserer Agentur-Suche. Eigentlich kann man bei unserer Experten-Umfrage nicht schummeln. Wir haben immer wieder Leute, welche die geheime URL der Umfrage weitergeben, dann erkennen wir es aber an der E-Mail bzw. der Tatsache, dass viele dann nur eine Bewertung (die eigene Agentur) abgeben.

    Soviel kurz dazu, viele Grüße und noch einen schönen Urlaub 😉

    Heiner

  10. Felix sagt:

    sehr informativer Artikel!

    Wie wichtig ist die örtliche Nähe einzuschätzen? Es ist zwar alles online, aber ein persönliches Gespräch zwischen SEM Agent und Kunde halte ich schon für ein Kriterium, besonders wenn eine lange und intensive Zusammenarbeit geplant ist?

    Grüße Felix

    • Olaf Kopp sagt:

      gute ergänzung felix. Wobei örtliche Nähe natürlich relativ ist. Und per Flugzeug und (manchmal) Bahn lassen sich heutzutage viele Orte innerhalb von Deutschland schnell erreichen. Hängt dabei denke ich auch stark von der Anzahl der beteiligten Parteien ab, wie wichtig die „Nähe“ ist. Je mehr Parteien beteiligt desto öfter sollte man sich persönlich zusammen abstimmen.

  11. Markus sagt:

    Hallo Olaf,

    der Grundgedanke ist echt gut, aber die Faktoren, die Du aufzählst, sind absolut undurchdacht. Hier mal ein paar Punkte:

    1.) Die iBusiness Liste:

    Diese Liste sagt einen feuchten Sch*** aus (entschuldige die Formulierung). Hier geht es um Kundenzahl und MA Zahl…also das Thema Quantität…man wählt nicht die erfolgreichste Agentur, sondern die, die am meisten Geld in die Vermarktung steckt, und das hat einigen großen Agenturen ja bereits den Hals gebrochen.

    2.) Omnipräsenz von vertrauensbildenden Elementen

    Also sollen die Kundenstimmen im Footer, die Agenturkunden darunter, das Google Partner Logo im header sowie die Auszeichnungen und das IHK Logo darüber hinweg täuschen, dass ihr schlecht arbeitet? Das sind Auszeichnungen für Qualität – mehr nicht. Und wenn man von Kunden gelobt wird, kann man das sehr wohl als Verkaufsargument nutzen.

    3.) BVDW:

    Das Ding ist so abgedroschen – da sag ich nix zu!!! genau wie AFS. Das ist eine Akademie für Grundlagen und Basics…

    • Olaf Kopp sagt:

      Hallo Markus, erstmal nehme ich Deine Kritik an. Wenn Du Dir aber die Mühe gemacht hättest den Artikel gründlich zu lesen und eventuell sogar einen Blick auf die Checkliste geworfen hättest sollte Dir auffallen, dass ich nicht mit Kritik an manchen Listen etc. spare. Zudem habe ich in der Checkliste deswegen unterschiedliche Gewichtungen. Wenn ich in dem Artikel nur das erwähnt hätte was wir bei unserem Auftritt alles richtig machen, wäre er nicht mehr objektiv. Ich spreche bei Omnipräsenz auch eher von z.B. Kundenstimmen im Hauptelementen der Startseite oder verhältnismäßig übergroßer Darstellung Ausserdem sollte man wenn man Kritik übt auch immer Alternativen anbieten, was mit bei Deinem Kommentar leider fehlt. Grüße Olaf

  12. Alex sagt:

    SEO-United – lol

  13. Danke für den umfangreichen Artikel! (: Ich finde ja dass eine Marketingberatung für die meisten Unternehmen sehr sinnvoll ist, nur leider wird bei der Marketing Agentur nicht genau dass in Auftrag gegeben, dass man wirklich braucht. Auch die Checkliste für die online Marketing Agentur ist klasse. (:

  14. Aufschlussreicher Artikel! Das Thema Kosten und Stundensätze hätte man noch etwas ausrollen können. Da sich der Text offenbar an Entscheider ohne größere Vorkenntnisse richtet, würden diese sich bestimmt über ein paar Beispielrechnungen freuen. Eine der wichtigsten Fragen lautet doch regelmäßig: „Was muss ich eigentlich ausgeben für SEO?“

    • Olaf Kopp sagt:

      Stundensätze gehen bei ca. 70 Euro bei Freelancern los. Stundensätze bei Agenturen bei 100 euro. Wieviel SEO kostet haengt von vielen Faktoren ab. Eigene Kapazitäten, Status Quo der Website, Wettbewerb …

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